Heute ist der 21.07.2026, und während die Sonne über Bremen aufgeht, werfen wir einen Blick auf die aktuellen Zahlen zum Einkommen in unserer schönen Stadt. Vollzeitbeschäftigte in Bremen können sich über ein mittleres Monatseinkommen von rund 4.400 Euro brutto freuen. Damit liegt Bremen etwa 250 Euro über dem Bundesdurchschnitt von 4.217 Euro. Das klingt doch schon mal gut, oder? Allerdings ist das Bild in Bremerhaven etwas trüber: Dort liegt das mittlere Einkommen mit weniger als 4.000 Euro unter dem bundesweiten Wert. Ein klarer Hinweis auf die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen zwischen den beiden Städten!

Die neuesten Daten stammen aus der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2025 und basieren auf den Angaben von 211.200 Vollzeitbeschäftigten – darunter 147.100 Männer und 64.100 Frauen. Das Medianentgelt in Bremen von 4.400 Euro bedeutet, dass die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten mehr und die andere Hälfte weniger verdient. Allerdings erfasst die Statistik nur sozialversicherungspflichtige Vollzeitjobs und lässt Teilzeitkräfte, Arbeitslose und Rentner außen vor. Man könnte sagen, das ist ein bisschen wie ein Blick durch ein Schlüsselloch – man sieht nicht das ganze Bild!

Der Gender Pay Gap in Bremen

Ein besonders heißes Thema in der Diskussion um Einkommen ist der Gender Pay Gap, also der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern. Im Jahr 2024 verdienten Frauen in Bremen durchschnittlich 21,96 Euro pro Stunde, während Männer auf 26,56 Euro kamen. Das sind rund 17 Prozent weniger für die Frauen – ein Unterschied, der sich zwar verringert hat, aber dennoch spürbar bleibt. Der unbereinigte Gender Pay Gap ist im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte gesunken und ist damit einer der größten Rückgänge seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 2006. Dennoch bleibt der Unterschied bestehen, was zeigt, dass wir hier noch einen langen Weg vor uns haben.

Die Gründe für den Verdienstunterschied sind vielfältig. Rund 85 Prozent des Unterschieds sind auf unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen. Der verbleibende Teil von 15 Prozent bleibt unerklärt. Wenn man die gleiche Tätigkeit und Qualifikation betrachtet, verdienen Frauen in Bremen im Durchschnitt 3 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen – im bundesweiten Durchschnitt sind es sogar 6 Prozent. Hier ist also noch Luft nach oben!

Branchenunterschiede und armutsgefährdete Vollzeitbeschäftigte

Ein weiterer interessanter Punkt sind die Branchenunterschiede. In Bremen sind die Gehälter in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie sowie im Finanz- und Versicherungswesen am höchsten und liegen zwischen 5.600 und 5.750 Euro. Im Gegensatz dazu verdienen die Beschäftigten im Gastgewerbe eher mickrige 2.700 Euro. Es ist schon komisch, wie stark die Verdienstmöglichkeiten je nach Branche variieren können.

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Ein Blick auf die allgemeine Einkommenssituation zeigt, dass knapp 5 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland als armutsgefährdet gelten. In Bremen ist es ein wenig besser, doch auch hier gibt es Herausforderungen. Darüber hinaus zeigt die Statistik, dass der Anteil der Beschäftigten mit Löhnen unterhalb der Niedriglohnschwelle auf 16 Prozent gestiegen ist. Vor zehn Jahren waren es noch 21 Prozent. Ein kleiner Lichtblick, aber die Kluft zwischen Geringverdienenden und Hochverdienenden bleibt konstant. Besserverdienende verdienen dreimal so viel wie Geringverdienende – das ist kein Zustand, der einen ruhig schlafen lässt.

Insgesamt ist das Einkommen in Bremen also eine gemischte Tüte: Die Stadt hat viel zu bieten, aber auch ihre Schattenseiten. Während die Industrie boomt und viele tariflich gebundene Jobs existieren, gibt es immer noch erhebliche Unterschiede, die es zu bekämpfen gilt. Wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen, bleibt zu hoffen, dass sich die Situation für alle Beschäftigten weiter verbessert und die Kluft zwischen den Geschlechtern sowie zwischen den Branchen schließt. Aber wie gesagt – wir sind noch nicht am Ziel.