Die Straßen in Bremen, insbesondere in Horn-Lehe, stehen in den kommenden Wochen und Monaten vor einer echten Herausforderung. Wer die A27 nutzt, wird das sicher bald selbst merken. Denn regelmäßig wird Horn-Lehe zur Umleitungsstrecke, wenn die Autobahn für Schwerlasttransporte über die Brücke Leher Heerstraße gesperrt wird. Das passiert in den Nächten von Mittwoch ab 22 Uhr bis Donnerstag bis 5 Uhr. Ein ganz schöner Ärger, wenn man bedenkt, dass die Umleitungen als U19 und U42 ausgeschildert sind und die Umleitung über die Richard-Boljahn-Allee, Bürgermeister-Spitta-Allee, Horner, Leher und Lilienthaler Heerstraße sowie den Autobahnzubringer Horn-Lehe führen.

Die Brücke selbst hat ihre besten Tage hinter sich. Errichtet wurde sie 1937 – ja, das ist lange her! Eine aktuelle Statik-Berechnung hat ergeben, dass sie für den Schwerlastverkehr nicht mehr tragfähig ist, was bedeutet, dass Schwerlast-Lkw über 90 Tonnen, die nördlich fahren wollen, alternative Routen wählen müssen. Und das ist nicht alles: Die Brückenklasse wurde von 45 auf 30 herabgestuft. Für Transporte bis knapp 120 Tonnen sind bei günstigen Achslasten noch genehmigungspflichtige Fahrten möglich, aber das ist natürlich alles andere als optimal.

Geplante Bauarbeiten und Vollsperrungen

Die Brücke Leher Heerstraße steht also auf der Liste der dringenden Sanierungen. Und während das so ist, wird der übrige Verkehr in Richtung Norden an der Anschlussstelle Bremen-Vahr abfahren müssen. Das bedeutet, dass während der Bauarbeiten keine Umleitungen durch Horn-Lehe geplant sind. Die Leher Heerstraße wird für einige Tage voll gesperrt, besonders während des Teilabbruchs der Autobahnbrücke. Insgesamt sind sechs bis acht Vollsperrungen geplant, voraussichtlich an verkehrsärmeren Wochenenden – man kann sich vorstellen, dass das für viele eine echte Herausforderung wird.

Die gute Nachricht? Voraussichtlich wird der Neubau der Brücke Anfang nächsten Jahres starten. Zuerst wird der Teil in Richtung Cuxhaven in Angriff genommen. Es wird geschätzt, dass der Bau ein Jahr dauern wird, gefolgt von einem zweiten Abschnitt in Richtung Hannover. Während dieser Zeit wird der Verkehr über die jeweils andere Spur geleitet, allerdings mit schmaleren Fahrstreifen. Das wird sicher ein bisschen eng, aber was bleibt einem anderes übrig?

Informationen zur Baustelle

Die Autobahn GmbH hat sich bereits gut aufgestellt und plant, während der Umleitungen keine weiteren Baustellen zu koordinieren. Das ist immerhin ein kleiner Lichtblick in der ganzen Situation. Wer mehr über den Neubau der Autobahnbrücke erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Projektseite der Autobahn GmbH. Dort gibt es auch Details zur Ablastung und zur Tragfähigkeit der Brücke, die in den nächsten Jahren ersetzt werden soll.

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Die Brücke besteht aus zwei Teilbauwerken: Das östliche Teilbauwerk, das Richtung Cuxhaven führt, ist das ältere und wurde 1937 errichtet, während das westliche Teilbauwerk in Richtung Walsrode 1971 gebaut wurde. Beide sollen ab 2027 nacheinander ersetzt werden. Ein wenig Hoffnung gibt es also, dass nach der Verstärkung der Fahrbahn in Richtung Hannover keine nächtlichen Umleitungen mehr durch Horn-Lehe nötig sein werden. Aber bis dahin müssen die Anwohner und Pendler wohl noch einige Umleitungen in Kauf nehmen.

Die aktuelle Situation ist für alle Beteiligten sicher nicht einfach, aber wie heißt es so schön? Manchmal muss man durch den Regen gehen, um den Regenbogen zu sehen. Halten wir die Daumen, dass die Bauarbeiten schnell voranschreiten und die Straßen bald wieder befreit sind von diesen lästigen Umleitungen!