Die neue App „City-Buddy“ ist frisch aus der kreativen Schublade der Bremer Marketingagentur Werk-85. Ziel der App ist es, den Bremer Stadtbummel zu einem individuellen Erlebnis zu machen. Reisende und Familien können hier auf ihre Kosten kommen, denn die App gibt Vorschläge für Aktivitäten, die auf Standort, Begleitpersonen, Zeit und sogar die Art des Fortbewegungsmittels abgestimmt sind. Man kann sich das Ganze wie einen digitalen Stadtführer vorstellen, der einem die schönsten Ecken Bremens zeigt – oder zumindest versucht, das zu tun.

Das Design der App ist ansprechend, mit niedlichen kleinen Ottern, die durch die Angebote führen. Ein bisschen wie ein virtuelles Haustier, das einem zur Seite steht. Aber, und da kommt das Aber: Nutzerinnen berichten von teils übertriebenen Beschreibungen der Ziele und KI-generierten Tipps. Es gibt keine Suchleiste für gezielte Anfragen, was die Nutzung etwas umständlich macht. Stattdessen gibt es verschiedene Kategorien für Aktivitäten, in die man eintauchen kann. Zum Beispiel: eine Tour zu einem Denkmal von Paula Modersohn-Becker. Schön und gut, aber die Route wird über Google Maps angezeigt und bietet nicht wirklich tiefere Informationen oder Highlights.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Idee zu „City-Buddy“ entstand bei den Geschäftsführern von Werk-85, die selbst Familienväter sind. Sie haben die App in Zusammenarbeit mit der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH umgesetzt. Über 600 Aktivitäten sind bereits im Bremer Stadtgebiet verfügbar! Die App verbindet Alltag und besondere Erlebnisse und fördert die Sichtbarkeit lokaler Anbieter, Kultureinrichtungen und Veranstaltungen. Ein echter Schritt in die richtige Richtung, oder? Man könnte meinen, die App könnte auch für Einheimische spannend sein, aber einige Kritiken deuten darauf hin, dass die übertriebenen Vorschläge vielleicht nicht für jeden ansprechend sind.

Für all jene, die ihre eigenen Lieblingsplätze oder Aktivitätsvorschläge einbringen möchten, gibt es die Möglichkeit, eigene Ideen in die App einzutragen. Das Ganze wird von einer Redaktion kuratiert, was für eine gewisse Qualität sprechen könnte. Und keine Sorge: Die App ist kostenlos im Apple App Store und Google Play Store erhältlich. Eine englische Version ist ebenfalls in Planung. Das klingt doch vielversprechend!

Künstliche Intelligenz im Tourismus

In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz (KI) immer präsenter wird, ist es spannend zu sehen, wie sie im Tourismus eingesetzt wird. Joachim Unterberger thematisierte in seiner Keynote die Grenzen der KI. Er warnt davor, sie als Allheilmittel zu betrachten. Es fehlt oft an Kreativität, Intuition und emotionaler Intelligenz, was zu einer gewissen Skepsis führt. Schließlich wollen wir ja nicht nur eine Auflistung von Sehenswürdigkeiten, sondern auch spannende Geschichten und persönliche Erlebnisse. Das ist die wahre Magie einer Stadt!

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Die App „City-Buddy“ zeigt, dass KI im Tourismus angekommen ist und bleiben wird. Sie könnte uns helfen, neue Perspektiven zu entdecken, doch die Pflege der Daten ist entscheidend. „No Data is better than bad Data“, sagt Unterberger. Das ist ein guter Hinweis, denn schlechte Informationen können die Präsentation von Angeboten erheblich verschlechtern. Das muss uns bewusst sein, wenn wir uns auf digitale Neuerungen einlassen.

So bleibt zu hoffen, dass „City-Buddy“ sich weiterentwickelt und vielleicht bald auch in anderen Städten zur Verfügung steht. Wer weiß, vielleicht wird der kleine Otter bald auch durch andere Städte schnurren und uns überall die besten Plätze zeigen.