In Bremen hat sich dieser Tage ein wahrhaft außergewöhnliches Ereignis abgespielt. Ein Jodel-Workshop unter der Leitung von Melanie Neuhöfer brachte 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, die in einer entspannten Atmosphäre die Kunst des Jodelns erlernten. Und das Ziel? Nicht Perfektion, sondern freies Singen und der Spaß an der Sache. Melanie, 45 Jahre alt und Diplomgesangspädagogin, bringt viel Erfahrung mit – seit 2011 widmet sie sich dem Jodeln und hat eine Leidenschaft für verschiedene Gesangstechniken entwickelt.

Der Workshop bot nicht nur professionellen Jodelunterricht, sondern auch die Möglichkeit, ein Jodeldiplom zu erwerben. Die Teilnehmer, überwiegend im mittleren Alter, waren neugierig und stellten viele Fragen. Björn jodelte laut mit und hatte die Idee, das Jodeln als Zeremonie beim Wandern zu nutzen. Da kann man sich wirklich ein Bild machen, wie das klingt, wenn die Berge die Klänge zurückwerfen! Ein weiterer Teilnehmer, der 70-jährige Werner, wurde von seiner Frau überrascht und hatte anfangs Bedenken. Doch nach ein paar geselligen Runden traute er sich schließlich, allein zu singen – eine tolle Leistung!

Echtes Jodeln – mehr als nur Show

Natürlich gibt es Unterschiede im Jodeln. Melanie erklärte, dass das Naturjodeln melodischer ist als das Showjodeln, das man oft im Fernsehen sieht. Und ganz ehrlich, Berge sind nicht zwingend notwendig, um zu jodeln – das kann man überall machen, wo es ein Echo gibt! Teilnehmerin Inga, die früher Jodeln als kitschig empfand, änderte ihre Meinung durch eine Singgruppe. Manchmal braucht es nur die richtige Umgebung, um alte Vorurteile abzubauen.

Der Workshop endete mit einem Kanon und der feierlichen Verteilung der Jodeldiplome. Melanie denkt sogar über einen Aufbaukurs nach, falls genügend Interesse besteht. Das könnte spannend werden! Die Begeisterung für das Jodeln ist spürbar, und es scheint, als ob sich hier eine kleine Gemeinschaft bildet, die das Leben mit Musik bereichern möchte.

Ein Teil des immateriellen Kulturerbes

Wusstest du, dass Jodeln seit dem 11. Dezember 2025 Teil der UNESCO-Liste für immaterielles Kulturerbe der Menschheit ist? Diese Auszeichnung wurde in Neu-Delhi beschlossen, um das öffentliche Bewusstsein für Kunst, Handwerk und Traditionen zu stärken. Ursprünglich diente das Jodeln als Kommunikationsmittel für Hirten in den Bergen, und inzwischen gibt es verschiedene regionale Stile. In der Schweiz ist das Naturjodeln eher getragen, während das österreichische Jodeln fetzig-fröhlich daherkommt.

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Und das ist noch nicht alles! Jodeln wird nicht nur in den Alpen praktiziert, sondern auch in Simbabwe und Georgien. In den USA gibt es eine eigene Version namens Blue Yodeling, die mit Western-Sounds angereichert ist und durch Jimmie Rodgers in den 1920er- und 1930er-Jahren populär wurde. Es ist faszinierend, wie sich dieser Gesangsstil über die Grenzen hinweg entwickelt hat.

Jodeln stärkt nicht nur die Stimme, sondern fördert auch Lebensfreude. Doreen Kutzke, eine Jodellehrerin, sieht die UNESCO-Auszeichnung als Chance, das Jodeln für alle zugänglicher zu machen. Es ist wirklich eine Kunstform, die verbindet und Freude bringt – und das ganz ohne die Notwendigkeit von Bergen!