In Bremen-Gröpelingen tut sich was! Die Baudeputation hat beschlossen, Städtebaufördermittel für ein neues Gesundheitszentrum bereitzustellen. Ein prächtiger Betrag von 1,85 Millionen Euro steht auf der Liste. Das ist nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein gesellschaftlicher Schritt in die richtige Richtung. Der Bremer Senat hat die überdurchschnittlich hohe Armut und gesundheitliche Ungleichheit in Gröpelingen als Anlass genommen, um diese Maßnahme zu ergreifen und das Gesundheitssystem vor Ort zu stärken.

Das neue Gesundheitszentrum wird eine Vielzahl an medizinischen und sozialen Einrichtungen unter einem Dach vereinen. Die Eröffnung ist für das Jahr 2028 geplant und der Standort wird beim Ohlenhof 14 sein. Hier sollen unter anderem ein Hebammenzentrum West, eine Frühberatungsstelle West sowie verschiedene Arztpraxen und eine Außenstelle des Gesundheitsamts Einzug halten. Auch das Dienstleistungszentrum und Flächen für die Awo (Arbeiterwohlfahrt) sind in die Planung mit einbezogen. Das Ziel? Synergien zwischen den Angeboten schaffen, um den Menschen in Gröpelingen eine umfassende gesundheitliche Versorgung zu bieten.

Ein starkes Netzwerk

Die lokale Gesundheitslandschaft wird durch die LIGA Gesundheits GmbH getragen, zu deren Trägern unter anderem das evangelische Diakonische Krankenhaus, die AOK Bremen/Bremerhaven, die Awo sowie der Verein LIGA gehören. So entsteht ein starkes Netzwerk, das die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt. Das bestehende integrierte Gesundheitszentrum (LIGA) in Gröpelingen, das aktuell beratend tätig ist, wird damit ergänzt und aufgewertet.

Die Entscheidung zur Bereitstellung der Fördermittel wurde mit den Stimmen der Deputierten getroffen, während die FDP sich enthalten hat. Überraschend ist die fraktionsübergreifende Einigkeit beim Thema Autoposing, wo mehr Maßnahmen als bisher gefordert werden. Ralph Saxe von den Grünen kritisierte, dass die Kontrollgruppe Poser eingestellt wurde, und forderte ein stärkeres Durchgreifen der Polizei. Michael Jonitz von der CDU unterstützt die Idee einer neuen Kontrollgruppe, während Tim Sültenfuß von den Linken betont, dass die Ursachen für Autoposing hinterfragt werden müssen. Es ist ein Thema, das die Gemüter erregt und auch in der Bürgerschaft für Diskussionen sorgt.

Ungewisse Zeiten für Mieter

<pNicht weit entfernt sorgt die unklare Zukunft für die Mieter in der Schuberthstraße 13 bis 19 für Besorgnis. Die Häuser sind möglicherweise nicht zu retten, und für die Gebäude 9 und 11 liegt bereits eine Nutzungsuntersagung vor. Der Mietervertreter hat einen konkreten Zeitplan von Vonovia gefordert, doch die Antwort blieb vage. Ein Vertreter von Vonovia kündigte an, ein Handlungskonzept basierend auf Gutachten zu erstellen – allerdings mit einer ungenauen Frist für das dritte Quartal. Das sorgt für Unsicherheit unter den Mieterinnen und Mietern.

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Die Entwicklungen in Gröpelingen sind ein spannendes Beispiel dafür, wie soziale und gesundheitliche Themen miteinander verknüpft werden können. Die Schaffung eines neuen Gesundheitszentrums könnte nicht nur die gesundheitliche Lage verbessern, sondern auch das soziale Miteinander fördern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird – sowohl im Gesundheitsbereich als auch in der Wohnsituation der Menschen vor Ort. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein für die Zukunft dieser lebendigen Bremer Stadtteile.