Die Dechanatstraße in Bremen hat im Mai 2023 einen neuen Anstrich bekommen – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Dieser Umbau markiert das Ende des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) in unserer schönen Hansestadt. Ein ganz schön ambitioniertes Projekt, das seit Ende 2022 in der Stadt vorangetrieben wurde und nun mit einer Investition von rund 6 Millionen Euro, davon etwa 4,4 Millionen Euro vom Bund, seine Früchte trägt. Aber was genau hat sich hier getan? Nun, die Dechanatstraße wurde zum ersten klimaangepassten Stadtraum im Herzen zwischen Wall und Weser umgestaltet. Das ist nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Stadtentwicklung.

Durch die Umgestaltung wurde auch die ehemalige Kassenhalle der Bremer Landesbank in ein modernes „Forum Domshof“ für die Universität verwandelt. Ein Ort, der nun als Begegnungsstätte zwischen der Universität und der Stadtgesellschaft fungiert. Und das ist noch nicht alles! Die Wirtschaftsförderung Bremen GmbH hat neun innovative Handelsformate angesiedelt – eine echte Bereicherung für die Innenstadt. Ein zusätzliches Highlight sind die neuen Taubenhäuser, die zur artgerechten Eindämmung der Taubenpopulation beitragen. Man kann sagen, die Stadt hat sich wirklich ins Zeug gelegt, um die Innenstadt lebendiger und einladender zu gestalten.

Ein Blick in die Zukunft

Das ZIZ-Programm war eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die bis zum 30. November 2025 läuft. Ziel war es, Städten und Gemeinden unter die Arme zu greifen, damit ihre Innenstädte attraktiv, lebendig und multifunktional bleiben. Die geförderten Bereiche waren vielfältig und umfassten alles von Wohnen und Arbeiten über Bildung und Kultur bis hin zu Gastronomie und Handel. Wer hätte gedacht, dass so viele Facetten in das Stadtleben einfließen?

Die Qualität des öffentlichen Raums – das sind die kleinen Grünanlagen, Parks und Wasserflächen, die wir alle so lieben – sollte ebenfalls verbessert werden. Ein schöner Gedanke, der die Stadt noch ein Stückchen lebenswerter macht. Insgesamt wurden 217 Städte und Gemeinden in diesem Rahmen unterstützt, und Bremen hat sich da nicht lumpen lassen. Die Kommunen haben sich mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 25 % beteiligt, was zeigt, dass man hier an einem Strang zieht.

Ein Dialog mit der Zivilgesellschaft

Ein besonders spannender Aspekt des Projekts ist die aktive Einbindung der Zivilgesellschaft. Durch Bürger:innenräte und öffentliche Dialogveranstaltungen wurden die Bremer:innen in den Umsetzungsprozess mit einbezogen – eine demokratische Herangehensweise, die viele Stimmen hören und berücksichtigen möchte. Der Experimentierraum UMZU, ein Treffpunkt für Initiativen, Kultur und Stadtentwicklung, ist ein weiterer Ort, an dem kreative Ideen sprießen können. Umso schöner, dass auch die Konzepte zur Klimaanpassung und die Nutzung von Dachlandschaften Teil dieser Entwicklungen sind. Das alles klingt nach einem lebendigen Miteinander, das die Stadt verschönern wird.

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Obwohl mit der Fertigstellung der Dechanatstraße eine Förderphase endet, ist der Transformationsprozess in der Innenstadt lange nicht abgeschlossen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Stadt weiterentwickelt und welche neuen Ideen und Projekte auf die Bremer:innen zukommen werden. Eins ist sicher: Die nächsten Jahre werden spannend!