In Bremen, genauer gesagt im Herzen des Stadtteils Mitte, gibt es aufregende Neuigkeiten aus dem Ratskeller. Nach einer langen Pause von über 40 Jahren wird dort wieder Sekt produziert! Der Sekt, dessen Trauben aus dem malerischen Rheinhessen stammen, speziell aus der Gemeinde Essenheim, wird die Tradition der Sektproduktion neu beleben. Diese Tradition musste 1982 eingestellt werden, als die Abfüllanlage geschlossen wurde. Nun, im Jahr 2024, wurden die roten Spätburgunder-Trauben von Hand gelesen, ein sorgfältiger Prozess, der viel Hingabe erfordert.

Die Vinifizierung des Grundweins fand im Sommer 2025 statt, gefolgt von einer Reifezeit von zwei bis drei Jahren auf der Hefe. Das Ziel der beiden Winzer Christian Braunewell und Frederik Janus, die für dieses Projekt verantwortlich zeichnen, ist es, einen hochwertigen Natursekt zu kreieren, der es mit renommierten Champagnern aufnehmen kann. Um dies zu erreichen, werden handwerkliche Arbeit und Tradition großgeschrieben. Der kalkhaltige Boden in Essenheim sorgt dabei für die idealen Bedingungen und verleiht dem Sekt eine feine mineralische Struktur.

Die Kunst der Sektproduktion

Die ersten Flaschen des Sekts – insgesamt 1050 – werden nach der traditionellen Methode hergestellt. Die roten Spätburgunder-Trauben werden schonend gepresst, um einen weißen Sekt zu erzeugen. Ein entscheidender Schritt in der Produktion ist die Zugabe von Hefe, die die Gärung in der Flasche anregt und die charakteristische Kohlensäure entstehen lässt. Die Sektflaschen reifen in dunklen, kühlen Kellerräumen, wo das Rütteln in traditionellen Rüttelpulten erfolgt, um die Hefe im Flaschenhals zu sammeln. Schließlich wird beim Degorgieren die Hefe aus der Flasche entfernt. Um die perfekte Balance zwischen fruchtigen und nussigen Noten zu erreichen, werden regelmäßig Geschmacksproben durchgeführt.

Der erste Ausschank des neuen Bremer Sekts ist zwischen 2027 und 2029 geplant – ein Ereignis, auf das sich viele Liebhaber prickelnder Getränke freuen werden. Die Rebsorte Spätburgunder, die auch unter dem Namen Pinot Noir bekannt ist, gilt als eine der edelsten Rotweinsorten der Welt. In Rheinhessen hat der Spätburgunder, besonders rund um Ingelheim, eine große Bedeutung. Karl der Große soll diese elegante Rebsorte in die Region gebracht haben, und seitdem erfreut sie sich wachsender Beliebtheit.

Ein Hoch auf die Tradition

Der Spätburgunder ist nicht nur die Urform der bunten Burgunder-Familie, sondern auch eine anspruchsvolle Sorte, die viel Sorgfalt in der Pflege benötigt. Sie gedeiht besonders gut auf kalkhaltigen Böden und wird klassisch als trockener Rotwein ausgebaut, der sich hervorragend zu dunklem Fleisch, Wild und verschiedenen Käsesorten kombinieren lässt. In der Gastronomie hat der Spätburgunder längst einen festen Platz gefunden und wird oft als idealer Essensbegleiter geschätzt. Die Trauben für den neuen Bremer Sekt sind also nicht nur von hoher Qualität, sie bringen auch eine lange Geschichte mit sich.

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Hier in Bremen wird die Sektproduktion durch die handwerkliche Philosophie der Winzer Christian Braunewell und Frederik Janus auf eine neue Stufe gehoben. Diese Tradition der Sektproduktion, die einst ruhte, ist nun wieder auf dem Vormarsch. Der Ratskeller wird zum Schauplatz dieser spannenden Rückkehr, die nicht nur den lokalen Gaumen erfreuen könnte, sondern auch die Herzen der Sektliebhaber weit über die Stadtgrenzen hinaus. Man darf gespannt sein, was die nächsten Jahre bringen werden!