In dieser Woche wird es spannend für die Pendler in Bremen-Nord! Ein Testlauf für einen 15-Minuten-Takt der Regio-S-Bahn-Linie 1 bis nach Blumenthal steht an. Bisher war dieser Takt nur bis Vegesack verfügbar, doch nun möchte die Behörde die Frequenz auch in den weiteren Stadtteil ausdehnen. Die ersten Züge werden morgens rollen, wobei die Ankündigung des Tests eher im Verborgenen bleibt. Man kann nur hoffen, dass die Ergebnisse bis September vorliegen, um zu erfahren, ob dieser Schritt tatsächlich in die Tat umgesetzt werden kann.
Der Blick auf die gegenwärtige Lage zeigt, dass die Regio-S-Bahn-Linie 1 zu Hauptverkehrszeiten bereits im 15-Minuten-Takt zwischen Vegesack und dem Hauptbahnhof pendelt. Auf der Strecke nach Blumenthal hingegen fahren ganztägig nur zwei Züge pro Stunde. Das ist natürlich viel zu wenig, besonders wenn man den Bildungscampus in der Nähe des Blumenthaler Bahnhofs berücksichtigt. Hier wäre ein dichterer Takt mehr als wünschenswert, doch die eingleisige Strecke macht eine Verdichtung zur Herausforderung. Der Testlauf wurde nach der Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks am Bahnhof Burg gestartet. Er läuft bis einschließlich Freitag und soll Erkenntnisse über die Betriebsqualität und die Möglichkeit einer Taktverdichtung liefern.
Pendelverbindungen im Fokus
Die Ortspolitik und verschiedene Parteien fordern bereits jetzt eine Ausweitung des Takts und einen Halt in Farge-Ost. Doch hier wird es kompliziert: Die Fahrgastzahlen sind so gering, dass die Errichtung einer neuen Station nicht gerechtfertigt erscheinen mag. Dennoch setzen sich die SPD und die CDU vehement für einen Halt in Farge-Ost sowie für den 15-Minuten-Takt bis Blumenthal und Farge ein. Die Pendler aus Blumenthal würden definitiv von häufigeren Verbindungen in die Innenstadt profitieren. Das könnte die Lebensqualität der Anwohner erheblich steigern!
Doch der Testlauf hat keinen primären verkehrlichen Nutzen – und könnte bei Misslingen eingestellt werden. Das klingt fast nach einem Experiment, bei dem die Ergebnisse entscheiden, wie es weitergeht. Eine gewisse Unsicherheit bleibt also bestehen, besonders für die Pendler, die auf eine Verbesserung ihrer Verbindungen hoffen. Die Ergebnisse dieses Tests könnten weitreichende Auswirkungen auf die Fahrplangestaltung im gesamten Bereich haben. Bleibt nur zu hoffen, dass die Zahlen überzeugen.