In Lesum gibt es Neuigkeiten, die das soziale Leben im Stadtteil beeinflussen werden. Ab dem 1. Juli wird Oliver Schardt die Vorstandsposition der Stiftung Friedehorst übernehmen. Damit tritt er in die Fußstapfen von Pastor Manfred Meyer, der nach vielen Jahren engagierter Arbeit in den Ruhestand geht. Meyers Erfahrung als theologischer Vorsteher und zuvor als Landesdiakoniepfarrer hat die Stiftung entscheidend geprägt, und es wird spannend sein zu sehen, wie Schardt, der aus Rheinland-Pfalz stammt und über 27 Jahre Erfahrung bei der Stiftung Kreuznacher Diakonie verfügt, die Geschicke der Stiftung leiten wird.
Sein Fokus liegt auf den Themen Inklusion und Quartiersentwicklung, was für die Stiftung Friedehorst von hoher Bedeutung ist. Diese diakonische Einrichtung hat sich nicht nur der Pflege und Unterstützung für ältere Menschen verschrieben, sondern bietet auch umfangreiche Dienste für Menschen mit körperlichen, psychischen oder neurologischen Beeinträchtigungen an. Immerhin betreut die Stiftung täglich über 2000 Menschen in verschiedenen sozialen Bereichen, was sie zu einem der größten Arbeitgeber in Bremen-Nord macht.
Ein neuer Weg für Friedehorst
Schardt wird die Stiftung gemeinsam mit Bettina Wegner leiten. Barbara Wurbs, die Vorsitzende des Kuratoriums, hebt seine umfassende Erfahrung in der Sozialwirtschaft hervor. Seine Vision für die Stiftung könnte die Entwicklung des Areals in Lesum zu einem inklusiven Quartierszentrum vorantreiben. Dieses Vorhaben ist nicht neu; die Stiftung plant schon länger, das Areal zu transformieren, um integraler Bestandteil des Stadtteils zu werden. Dabei stehen öffentliche Anbindungen und die stärkere Nutzung des Friedehorst-Parks auf der Agenda. Ein öffentlicher Spielplatz und ein grünes Klassenzimmer wurden bereits umgesetzt, weitere Schritte sind in Planung.
Friedehorst selbst wurde 1947 gegründet und hat sich stets mit einer inklusiven Ausrichtung weiterentwickelt. Die verschiedenen Dienste, die hier angeboten werden – von klassischer Altenpflege über Tagespflege bis hin zu speziellen Angeboten für Menschen mit Behinderungen – zeigen, wie vielseitig die Einrichtung aufgestellt ist. Besonders hervorzuheben ist das Berufsförderungswerk, das Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in den Arbeitsmarkt integriert. Ein Umzug dieses Werks nach Bremen-Mitte ist für 2024/25 geplant.
Inklusion als gesamtgesellschaftlicher Prozess
Inklusion ist kein leeres Wort, sondern ein gesellschaftlicher Prozess, der alle betrifft. Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Diakonische Einrichtungen wie Friedehorst leisten dabei einen wertvollen Beitrag, indem sie umfassende Leistungen anbieten – von Wohnen über Arbeit und Beschäftigung bis hin zu Freizeitgestaltung. Auch die rechtliche Betreuung wird durch engagierte ehrenamtliche Betreuer gesichert, was zeigt, wie wichtig die Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen ist.
Der neue Vorsteher Oliver Schardt bringt frischen Wind und wertvolle Perspektiven mit. Zusammen mit Bettina Wegner wird er die Herausforderungen der Zukunft anpacken und hoffentlich viele neue Ideen umsetzen. Das wird nicht nur für die Mitarbeitenden der Stiftung, sondern auch für die Menschen, die hier Hilfe suchen, von Bedeutung sein. Ein spannendes Kapitel beginnt, und wir dürfen gespannt sein, wie sich dieses soziale Netzwerk in den kommenden Jahren weiterentwickelt.