In Burglesum war mal wieder was los auf dem Platz! Der TSV Lesum-Burgdamm hat sich mit einer eindrucksvollen 4:0-Niederlage gegen den TSV Farge-Rekum durchgesetzt. Und das, obwohl die Farge-Rekumer als eine der torhungrigsten Offensivabteilungen in der Fußball-Bezirksliga Bremen gelten. Aber der Tag gehörte eindeutig den Gastgebern.
Denis Acifi war der Star des Spiels, gleich zweimal netzte er ein – und das in der 9. und 56. Minute! Hanssah Akposso und Sinan Asli steuerten die weiteren Tore bei. Die Partie war bis zur Halbzeit hart umkämpft, aber Lesum-Burgdamm führte bereits mit 1:0, was der Stimmung im Stadion ordentlich Auftrieb gab. Öner Durak war zudem ein echter Teamplayer und bereitete zwei Tore vor. Co-Trainer Marcell Büntig von Farge-Rekum musste nach der Niederlage eingestehen, dass sein Team keinen Zugriff bekam – ein Satz, der wohl noch einige Zeit nachhallen wird.
Ein Spiel mit Hindernissen
Doch das war nicht das einzige Spiel, das die Zuschauer an diesem Tag beschäftigte. Die Partie zwischen der Leher TS II und SG Aumund-Vegesack II musste nach 38 Minuten abgebrochen werden, weil die Aumunder nur noch sechs spielfähige Spieler auf dem Platz hatten. Daran sieht man mal wieder, wie schnell es im Fußball zu unerwarteten Wendungen kommen kann. Zuvor hatten die Leher durch Nazar Rulevskyi in der 21. Minute das erste Tor erzielt – die Hoffnung auf einen Sieg war da, aber die Umstände wollten es anders.
Ein weiteres spannendes Duell fand zwischen Tura Bremen II und SVGO Bremen statt. Das Match endete 1:1, wobei Tura Bremen in der 63. Minute durch einen Foulelfmeter von Muhammeh Kongira in Führung ging. Doch nur zwei Minuten später glich Meik Schröder aus. Spielertrainer Ibrahima Bah von SVGO Bremen meinte, dass der Punktgewinn eher schmeichelhaft war, und Tura Bremen vergab gleich mehrere hochkarätige Chancen. Ein Abend voller Emotionen und ungenutzter Möglichkeiten.
Regeln und Rückgänge
Es ist auch interessant zu erwähnen, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in der aktuellen Saison einen Rückgang an Gewalt- und Diskriminierungsvorfällen im Amateurfußball meldet. Das hat vielleicht auch etwas mit den neuen Regelungen zu tun, die in dieser Saison eingeführt wurden. Der DFB-STOPP und die Kapitänsregel finden großen Anklang – über 93 % der Befragten halten diese Neuerungen für sinnvoll. Das macht Hoffnung, dass wir in Zukunft noch mehr Fairness auf dem Platz erleben dürfen.
In Bremen wurden bei 3.494 Spielen 6 % weniger Gewaltvorfälle erfasst, und das ist doch eine positive Entwicklung. Auch wenn die Zahl der Spielabbrüche von 12 auf 17 gestiegen ist, zeigt der Rückgang des Anteils der Spiele mit Vorfällen, dass die Stimmung auf dem Platz insgesamt besser wird. Die Saison 2024/2025 könnte also eine Wende darstellen – vielleicht wird Fußball hierzulande wieder mehr zu dem, was er einmal war: ein Spiel, das Freude bringt!