Inmitten der malerischen Straßen von Burglesum hat sich die Geschichte eines ganz besonderen Musikers entfaltet. Masakazu Nishimine, geboren 1954 in Kochi, Japan, kam 1978 nach Bremen, um an der Kunitachi Musikhochschule in Tokio seine musikalische Ausbildung abzuschließen. Ziemlich schnell stellte sich heraus, dass die Karriere als Klarinettist für ihn nicht sein sollte. Gesundheitliche Probleme zwangen ihn dazu, das Klarinettenspiel aufzugeben. Doch so leicht ließ sich Masakazu nicht unterkriegen! Er fand seine neue Leidenschaft beim Schlagzeug, unterstützt von seinem ehemaligen Klarinettenlehrer, der ihn ermutigte, diesen neuen Weg einzuschlagen.

Mit viel Enthusiasmus begann er sein Schlagzeugstudium an der Hochschule für Künste Bremen, wo er 1988 mit „sehr gut“ abschloss. Ein Jahr nach Beginn seines Studiums verdiente er bereits Geld als Profimusiker. Das ist doch mal ein Tempo, oder? Masakazu trat dem Jugendsymphonieorchester Bremen-Nord bei und spielte als Aushilfe im Orchester des Theaters Bremen sowie in verschiedenen Städten. Sein musikalisches Talent war unüberhörbar!

Der Wendepunkt

Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Im Jahr 2000 stellte sich eine Augenkrankheit ein, die es ihm unmöglich machte, Noten schnell zu lesen. Das bedeutete das Ende seiner Orchesterkarriere. Statt aufzugeben, wandte sich Masakazu der Lehre zu. Als Musikdozent konzentrierte er sich auf die Marimba und begann, die Taiko-Trommelgruppe ‚Masa Daiko‘ zu gründen, die 1996 ins Leben gerufen wurde. Hierbei geht es nicht nur um das Trommeln – es ist eine Kunstform! Taiko ist eine japanische Trommelkunst, die sowohl körperliche Anstrengung als auch Gruppendisziplin erfordert. Diese Trommelkunst hat eine lange Tradition in Japan, oft verbunden mit Festen und Ritualen.

Masakazu selbst komponiert alle Stücke für ‚Masa Daiko‘ und bringt seine eigene japanische Identität mit ein. Es ist ihm ein Anliegen, die Verbindung von Musik, Körperbeherrschung und seiner Herkunft zu betonen. „Die japanische Trommel erfordert Ausdauer, Disziplin, Selbstbeherrschung und Geduld“, sagt er. Und wie recht er hat! Die jährlichen Reisen nach Japan sind nicht nur eine Inspirationsquelle, sondern auch eine Möglichkeit, seine Wurzeln lebendig zu halten.

Ein Musiker mit Vision

Aber damit nicht genug! Masakazu Nishimine hat auch intensive Kontakte zu Trommelgruppen und Fachleuten in Japan, darunter renommierte Namen wie Herrn Asano, einen Trommelhersteller, und die Taiko-Solisten Hidano und Art Lee. Sein Ziel? Die Verbreitung der japanischen Trommelkunst in Europa. So geht das! Er hat das Schlagzeugensemble Bremen von 1988 bis 1999 geleitet und ist als Gastprofessor an der HfK Bremen sowie als Gastdozent an der Kunsthochschule Kyoto tätig gewesen. Eine eindrucksvolle Karriere!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Darbietung von Taiko ist mehr als nur Musik. Sie vereint Rhythmus, Haltung, Atem und öffentliche Präsenz. Die modernen Taiko-Formationen stellen die Zusammenarbeit mehrerer Musiker in den Vordergrund und verwandeln das Trommeln in ein beeindruckendes Spektakel. Es ist eine Kunstform, die historische Elemente mit modernen Techniken verbindet und dabei die körperliche Anstrengung der Musiker sichtbar macht. Masakazu hat mit seiner Gruppe ‚Masa Daiko‘ nicht nur einen Platz in der Bremer Musikszene gefunden, sondern auch ein Stück japanische Kultur nach Europa gebracht.