In Bremen-Nord gibt es einen Ort, der mehr ist als nur eine Anlaufstelle für gesundheitliche Fragen: der Gesundheitspunkt Grohn. Hier wird montags und dienstags niedrigschwellige Gesundheitsberatung angeboten – und das nicht nur für die Einheimischen. Es ist ein richtiger Lichtblick für viele, die den Zugang zu medizinischen Informationen und Unterstützung oft als Hürde empfinden.

Das Team rund um die Gesundheitsfachkraft Tanja Murawska und ihre Kollegin Elizaveta Gidion spricht mehrere Sprachen, was besonders hilfreich ist, wenn es um Anträge oder Sprachprobleme geht. Seit dem Projektstart im Dezember 2022 haben bereits knapp 200 Menschen die Beratungsangebote in Anspruch genommen. Das ist nicht nur eine Zahl, sondern zeigt, wie wichtig diese Art der Unterstützung ist. Die Beratungszeiten sind praktisch: montags von 10 bis 12 Uhr und dienstags von 15 bis 17 Uhr. Oft kommen zwischen zehn und zwölf Beratungen zustande, was die Nachfrage eindrucksvoll unterstreicht.

Erweiterung der Angebote

Ab August wird das Angebot des Gesundheitspunkts Grohn im Jobcenter an der Hermann-Forthmann-Straße und künftig auch im Gesundheitsamt Blumenthal ausgeweitet. Der genaue Zeitpunkt für den Start im Gesundheitsamt steht noch aus, aber die Genehmigung dafür wurde bereits erteilt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung! Und das ist noch nicht alles: Geplant ist auch die Erweiterung in das ehemalige Secondhand-Geschäft an der Friedrich-Klippert-Straße. So wird das Angebot nicht nur auf Bremen-Nord beschränkt. Sogar Menschen aus der Neustadt finden den Weg zur Beratung – was zeigt, wie groß der Bedarf ist.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch die Gesundheitsbehörde, und die Landesvereinigung für Gesundheit sowie die Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen sind die Projektträger. Die Förderung läuft bis Ende 2023, aber eine Verlängerung wird bereits erwartet – das wäre wirklich wichtig, um die wertvolle Arbeit fortzusetzen.

Ein wichtiges Thema

Die Bedeutung solcher niedrigschwelliger Angebote kann nicht genug betont werden. Laut der BAG Wohnungslosenhilfe e.V. haben Menschen in prekären Lebenslagen oft keinen oder nur eingeschränkten Zugang zur regulären medizinischen Versorgung. Das ist alarmierend! Niedrigschwellige Angebote sind entscheidend für die medizinische Grundversorgung und den Zugang zum Gesundheitssystem. Sie sind nicht nur fachlich wirksam, sondern oft auch auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Das ist ein bisschen wie ein Drahtseilakt.

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Die BAG fordert eine dauerhafte finanzielle und strukturelle Integration dieser Dienste. Das klingt nach einer Herausforderung, aber es ist notwendig, um eine diskriminierungssensible, bedarfsorientierte Versorgung sicherzustellen. Hoffnungsvoll blicken wir also auf die Entwicklungen rund um den Gesundheitspunkt Grohn und die Erweiterungen, die da noch kommen mögen. Hier wird nicht nur Beratung angeboten, sondern auch ein Stück Lebensqualität zurückgegeben – und das ist letztlich das Wichtigste.