Die Pfingstzeit steht vor der Tür und die Autobahnen in Norddeutschland werden sich in ein wahres Verkehrschaos verwandeln. Viele Menschen zieht es über das lange Wochenende an die malerischen Küsten der Nord- und Ostsee. Der ADAC warnt eindringlich vor Staus auf den Autobahnen A1, A7 und A23. Besonders der Pfingstsonntag, der als bester Reisetag gilt, wird sich voraussichtlich in eine Geduldsprobe verwandeln, auch hier oben im Norden.
Die Vorzeichen sind klar: Dichte Verkehrslage und lange Wartezeiten sind zu erwarten. Letztes Jahr war der Freitag vor Pfingsten einer der staureichsten Tage – und auch in diesem Jahr könnte dieser Trend anhalten. Bereits am Freitag wird es auf der A7 rund um Hamburg zu Staus kommen, und auch am Samstag kann man mit stockendem Verkehr rechnen. Ein kleiner Lichtblick: Heute soll es etwas ruhiger zugehen, mit nur vereinzeltem stockendem Verkehr. Doch die Autobahnen sind voll von Baustellen – über 1.000 sind aktuell in Deutschland aktiv, auch im Norden. Das wird die Situation nicht gerade entspannen.
Beliebte Reiseziele und Stauprognosen
Die Reiseziele sind klar umrissen: Die Küsten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stehen hoch im Kurs. Aber auch das DTM-Event in Zandvoort zieht zusätzliche Urlauber an. Wer sich auf die Straße wagt, sollte sich auf Staugefahr auf folgenden Strecken einstellen: A1 von Fehmarn über Lübeck bis nach Hamburg, A2 von Oberhausen über Dortmund bis nach Magdeburg, sowie A7 von Flensburg bis nach Füssen. Besonders kritisch wird es am Pfingstmontag und Dienstag. Hier sind die Stauzeiten zwischen 13 und 18 Uhr am Montag sowie 7 und 18 Uhr am Dienstag zu erwarten. Und noch ein Hinweis: Die A23 zwischen Hamburg-Eidelstedt und Pinneberg-Süd ist bis zum 26. Mai um 5 Uhr gesperrt. Eine Umleitung über die B4 wird für Verkehr in Richtung Heide empfohlen.
Aber das ist noch nicht alles. Baustellen an der A7, besonders am Elbtunnel, verzögern den Verkehr und sorgen dafür, dass die Geduld der Autofahrer auf eine harte Probe gestellt wird. Die Neubauarbeiten an der Rader Hochbrücke bei Rendsburg sind ebenfalls ein Staugrund, den man im Auge behalten sollte. Außerdem wird die A1 zwischen Pansdorf und Sereetz während des Pfingstwochenendes in Richtung Norden zurückgebaut – auch das könnte für zusätzliche Unruhe auf den Straßen sorgen.
Tipps für Reisende
Eine wichtige Empfehlung des ADAC: Bei stockendem Verkehr sollte unbedingt eine Rettungsgasse gebildet werden. Nichteinhaltung kann mit Bußgeldern bis zu 320 Euro bestraft werden. Wer denkt, dass die hohen Spritpreise den Reiseverkehr möglicherweise dämpfen könnten, könnte sich täuschen – die Vorfreude auf den Urlaub ist oft stärker als der Geldbeutel. Und für alle, die am Sonntag und Montag unterwegs sind: Lkw über 7,5 Tonnen dürfen tagsüber nicht fahren, was den Verkehr ein wenig entlasten könnte. Aber seien wir ehrlich, es bleibt spannend, wie sich die Lage entwickeln wird.
Die Autobahnen sind nicht nur in Deutschland belastet. Auch im benachbarten Ausland, wie am Brenner, Fernpass und Arlberg, kann es zu Staus kommen. Grenzkontrollen an deutschen Grenzen seit Mai 2025 könnten weitere Wartezeiten mit sich bringen. In dieser Hinsicht ist man gut beraten, sich vor der Abfahrt zu informieren und möglichst flexibel zu bleiben. Die Pfingstzeit ist eine wunderbare Gelegenheit, das Land zu erkunden oder einfach nur am Strand die Seele baumeln zu lassen – wenn da nur nicht die Staus wären, die uns das Leben schwer machen.