Der SV Werder Bremen sieht sich erneut mit einer Geldstrafe konfrontiert, und das aus einem nicht unerheblichen Anlass. Im Rahmen eines packenden Frauen-Bundesliga-Spiels gegen den Hamburger SV, das im Februar mit einem 1:1 endete, haben die Anhänger des Vereins sich durch den Einsatz von Pyrotechnik hervorgetan. Das DFB-Sportgericht hat daraufhin eine Strafe von 3.000 Euro verhängt, die auf das unsportliche Verhalten der Fans zurückzuführen ist. Im Gästebereich wurden zwischen 10 und 15 Leuchtfackeln gezündet, was den Vorfall in ein negatives Licht rückt.
Werder Bremen hat den Vorfall Anfang März per E-Mail bestätigt und sein Bedauern über die Geschehnisse geäußert. Eine offizielle Stellungnahme zum Strafantrag blieb jedoch bislang aus. Die Verantwortlichen für diese Pyro-Vergehen konnten nicht identifiziert werden, weshalb der Verein nun Videoaufzeichnungen auswertet und Hinweise an den DFB-Kontrollausschuss übermitteln möchte. Ein Drittel der Strafe, also 1.000 Euro, kann für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden.
Finanzielle Belastungen durch Strafen
Die Strafe ist nur ein weiterer Hammer im bereits schwer belasteten Budget des SV Werder Bremen. In den letzten Monaten musste der Verein insgesamt 421.000 Euro an Strafen zahlen. Zum Vergleich: Bei den Männern wurde Werder im Dezember mit einer Geldstrafe von 260.000 Euro belegt, ebenfalls wegen Pyro-Einsätzen während eines Nordderbys gegen den HSV. Die Bremer Zuschauer hatten bei diesem Spiel fünf Böller, einen Heuler, mindestens 237 Bengalische Feuer und 16 Raketen gezündet, wovon zwei auf dem Spielfeld landeten.
Im Vergleich dazu hat der Hamburger SV bereits Anfang dieses Monats eine Strafe von 503.400 Euro erhalten, wovon 300.000 Euro auf das Spiel gegen Werder Bremen entfielen. Auch Hannover 96 muss sich mit hohen Geldstrafen auseinandersetzen, insgesamt über 200.000 Euro, verteilt auf mehrere Vergehen.
Richtlinien für zukünftige Maßnahmen
Die Strafen kommen nicht nur dem DFB zugute, sondern auch fußballnahen Stiftungen. Werder Bremen hat die Möglichkeit, bis zu 87.000 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen zu verwenden, mit einem Nachweis bis zum 30. September 2026. Dies könnte eine wichtige Maßnahme sein, um künftige Vorfälle zu vermeiden und die Sicherheit in den Stadien zu erhöhen.
Das Rückspiel zwischen Werder Bremen und dem HSV steht bereits vor der Tür und wird Mitte April angepfiffen. Fans und Verantwortliche hoffen, dass sich solche Vorfälle in Zukunft vermeiden lassen, um das schöne Spiel und die damit verbundenen Emotionen nicht durch unsportliches Verhalten zu trüben.