Sommer ohne Ferienprogramm: Bremer Vereine springen ein
Heute ist der 21.06.2026 und der Sommer steht vor der Tür – eigentlich die perfekte Zeit für strahlende Kinderaugen und fröhliches Treiben draußen. Doch in Bremen-Nord ist in diesem Jahr alles anders. Der Kreissportbund Bremen-Nord hat bekannt gegeben, dass er in diesem Sommer kein Ferienprogramm anbieten kann. KSB-Vorsitzender Uwe Wenzel hat die bittere Botschaft übermittelt, dass die Organisation aufgrund von Personalmangel weiterhin nicht möglich ist. Letztes Jahr fiel das Programm bereits aus, und auch dieses Mal gibt es keine Aussicht auf Besserung. Ein Mitarbeiter, der die Federführung für das Programm hatte, musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören, und ein Nachfolger konnte nicht gefunden werden. Das ist echt schade, denn viele Kinder warten auf spannende Ferienaktivitäten!
Der Aufruf des KSB an die 70 Mitgliedsvereine, das Ferienprogramm selbst zu organisieren, war letztlich erfolglos. Dennoch gibt es einige nordbremische Vereine, die nicht untätig geblieben sind und eigene Aktivitäten für Kinder und Jugendliche anbieten.
Alternativen für die Sommerferien
Ein besonders aktiver Verein ist der TSV Farge-Rekum. Hier gibt es ein buntes Programm mit Handball für Kinder und Jugendliche, Fußball für die Jahrgänge 2008 bis 2017 und allerlei Turn- und Tanzaktivitäten. Das Ganze findet in der Halle an der Rekumer Straße 2 statt. Die sportlichen Geschicke leiten André Franke (Handball), André Beyer (Fußball) und Steffi Zeidler (andere Aktivitäten). Ein echter Anlaufpunkt für sportbegeisterte Kids!
Die SG Marßel hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Vom 6. bis 17. Juli findet dort das Programm „Sportliche Ferien“ für Kinder zwischen 7 und 11 Jahren statt. Die Kids können sich auf eine bunte Mischung aus Discgolf, Fußball, Turnen, Tischtennis und Boxen freuen. Zwei Ausflüge sind ebenfalls geplant, und zur Stärkung gibt’s ein tägliches Mittagessen. Das alles für einen Kostenbeitrag von nur 20 Euro pro Woche! Weitere Infos findet man auf der Website der SG Marßel.
Und für die, die es etwas ausgefallener mögen, bietet der TSV Lesum-Burgdamm montags ab 19 Uhr „Ultimate Frisbee“ an. Diese Sportart vereint Elemente aus verschiedenen Disziplinen und erfordert eine gute Portion Kondition, Teamgeist und Taktik. Das Ziel? Die Wurfscheibe bis zur gegnerischen Endzone zu bringen. Wer Interesse hat, kann sich an Jonas Axmann unter der Telefonnummer 0175 82271682 wenden oder auf die Website des TSV schauen.
Kreissportbund und seine Herausforderungen
Der Kreissportbund Bremen-Nord hat seit Mai 2025 eine neue Anschrift: Weserstrandstraße 21, 28779 Bremen. Obwohl keine regelmäßigen Bürozeiten angeboten werden, können Gesprächstermine vereinbart werden. Zudem sollten sich sportbegeisterte Vereine aus Bremen-Nord die Bewerbungsfrist für die „Sterne des Sports“ 2026 notieren – diese endet am 30. Juni 2026. Ein Wettbewerb, der vom Deutschen Olympischen Sportbund und den Volksbanken Raiffeisenbanken veranstaltet wird, um gesellschaftliches Engagement zu würdigen. Die Auszeichnungen sind nicht zu verachten: Von Silber auf Landesebene bis zum „Großen Stern des Sports“ in Gold auf Bundesebene sind die Preise attraktiv. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro und wird im Januar 2027 in Berlin geehrt. Das lässt das Herz eines jeden Sportvereins höher schlagen!
Am 19. Februar 2026 fand die Mitgliederversammlung des KSB statt; der Vorstand wurde mit großer Mehrheit entlastet und in seinen Ämtern bestätigt. Für die Zukunft steht jedoch einiges an: Ab dem 01. Januar 2025 übernimmt der Blumenthaler Sportverein v. 1919 die Verwaltung des Hauptgebäudes, da der Kreissportbund aufgrund finanzieller Schwierigkeiten den Nutzungsvertrag mit Immobilien Bremen kündigte. Auch der langjährige Mitarbeiter Joachim Kastens wird zum Jahresende ausscheiden. Es bleibt spannend, wie sich die Situation weiterentwickeln wird.
Insgesamt ist die Lage im Bremer Norden herausfordernd, aber die Vereine zeigen, dass sie bereit sind, die Initiative zu ergreifen und für die Kinder und Jugendlichen da zu sein. Ein Hoch auf den Sport und die Gemeinschaft! Man darf gespannt sein, was die kommenden Monate bringen.
