Am vergangenen Wochenende wurde in Aumund ein ganz besonderes Sommerfest gefeiert. Die Aumunder Eyüp-Sultan-Bahçe-Moschee hatte ihre Türen weit geöffnet und lud die Nachbarschaft zu einem bunten Fest ein, das nicht nur der Unterhaltung diente, sondern auch der Gemeinschaft und dem guten Zweck. So fanden sich Jung und Alt zusammen, um die Vielfalt der türkischen Kultur zu erleben und sich gleichzeitig an einer wichtigen Blutspendeaktion zu beteiligen.
Ein engagiertes 30-köpfiges Frauenteam, unterstützt von etwa 20 Männern aus der türkischen Gemeinde, hatte die Fäden in der Hand. Manch einer hätte sich vielleicht vor der Arbeit gedrückt, aber die Helfer opferten ihre Freizeit gerne für die Veranstaltung. Die Vorbereitungen waren alles andere als einfach, doch die Mühe lohnte sich: Rund 100 neue Schürzen mit dem Emblem der Moschee wurden angeschafft, die für ein einheitliches Bild sorgten. Ein Fest, das nicht nur den Gaumen erfreute, sondern auch das Herz!
Ein Fest für alle
Und was gab es alles zu entdecken? Die Besucher konnten sich an einem großen Kuchenbuffet bedienen, während Rainbow-Eis, Kaffee und türkischer Tee für die nötige Erfrischung sorgten. Kinder tobten auf der Hüpfburg, ließen sich schminken und hatten sichtlich Spaß. Die Teigtaschen mit Spinat und Käse, die das Frauenteam zubereitete, waren der Renner – sie verschwanden schneller, als man „Börek“ sagen konnte!
Ein ganz besonderes Augenmerk lag auf der Blutspende, die seit sechs Jahren fester Bestandteil des Festes ist. Niyazi Erkenekli war der erste Blutspender und erhielt dafür einen Essensgutschein. Dilek Ince-Taspinar und ihre Schwester registrierten die Spender, während Getränke bereitgestellt wurden, um den Flüssigkeitshaushalt vor der Spende zu stabilisieren. Das Ergebnis? Jährlich kommen etwa 100 Blutspenden zusammen, die für die Gemeindearbeit dringend benötigt werden. Havva Cici, ein Vorstandsmitglied, betonte die gesellschaftliche Bedeutung dieser Aktion.
Interreligiöse Begegnungen und Integration
Das Fest war nicht nur eine Gelegenheit, sich zu amüsieren, sondern auch ein Ort der interreligiösen Begegnung. Frank Stremke und seine Familie waren extra gekommen, um die Moschee zu erkunden und die türkische Gemeinschaft besser kennenzulernen. Hoca Hasan Demir eröffnete das Fest mit einem Bittgebet, das den spirituellen Rahmen für das gesamte Wochenende setzte. Die Zufriedenheit der türkischen Gemeinde war spürbar, und die Stimmung war einfach großartig!
In einer Zeit, in der soziale Träger und Kulturarbeiter*innen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von zentraler Bedeutung sind, zeigt solch ein Fest, wie wichtig es ist, kulturelle Vielfalt zu feiern. Ähnlich wie das Positionspapier „ZUSAMMENHALT IST SYSTEMRELEVANT!“ aus Köln verdeutlicht, tragen Vereine und Initiativen entscheidend zur Integration und zum Sozialgefüge bei. In Bremen, wie auch in Köln, wird deutlich, dass der Zusammenhalt der Zivilgesellschaft, insbesondere in den Bereichen Kultur und Sport, für unsere Demokratie unerlässlich ist.
Die Initiative „Vielfalt rettet Leben!“ wird vom 07. bis 11. Oktober 2024 in Hamburg eine Aktionswoche zur Blutspende durchführen. Ihre Botschaft ist klar: „Blut ist immer Rot – jeder Mensch kann Leben retten!“ Diese Perspektive sollte uns alle anregen, über die Bedeutung von Blutspenden und interkulturellem Austausch nachzudenken. Denn kein Fest ist so schön, wenn wir nicht auch die Menschen um uns herum einbeziehen und unterstützen.