In den kommenden Wochen wird die kleine Gemeinde in Vegesack von einem ganz besonderen Ereignis aufgemischt. Pawel Nowak, der 40-jährige Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde in Bremen-Grohn, bereitet sich auf das gewaltige Abenteuer „Race Across America“ vor. Ja, richtig gehört: Ein Rennen, das über mehr als 4.800 Kilometer von Oceanside an der Westküste bis nach Atlantic City an der Ostküste der Vereinigten Staaten führt. Und er ist einer von nur zwei Deutschen, die sich dieser Herausforderung stellen!

Am 16. Juni geht es los – ein Zeitrahmen von knapp zwölf Tagen, in denen Nowak und die anderen Teilnehmer die atemberaubende Strecke mit 50.000 Höhenmetern in Angriff nehmen müssen. Das bedeutet, dass er durchschnittlich 400 Kilometer pro Tag zurücklegen wird. Ein echter Kraftakt! Aber Nowak ist kein Unbekannter, wenn es um lange Distanzen auf dem Rad geht. Seit 2010 ist er im Sattel und hat sich über die Jahre hinweg als Ultra-Cyclist einen Namen gemacht. Und so hat er sich auch auf diese Herausforderung vorbereitet – mit dem festen Ziel, einfach das Ziel zu erreichen, ohne sich um die Platzierung zu kümmern.

Der Weg ist das Ziel

„Sport und Kirche sind für mich eng miteinander verbunden“, erzählt Nowak. Er nutzt jede freie Minute zum Radfahren und trainiert hauptsächlich auf der Strecke vom Lesumsperrwerk zur Moorlosen Kirche. Dabei hat er bereits beeindruckende 300 Kilometer am Stück bewältigt. Ein bisschen verrückt? Vielleicht. Aber für ihn ist der Sport mehr als nur körperliche Ertüchtigung. Es ist eine Möglichkeit, sich selbst zu finden und dem Alltag zu entfliehen. Und das hat er immer wieder in verschiedenen Charity-Projekten unter Beweis gestellt. Von einer Pilgerfahrt durch Polen während der Pandemie bis hin zu seinen jüngsten Herausforderungen, bei denen er für kranke Kinder Geld gesammelt hat – Nowak verbindet seine Leidenschaft mit einem tiefen Sinn für Nächstenliebe.

Seine letzten Abenteuer umfassen das „Race Around Austria“, wo er mit minimalem Schlaf auskam und die Herausforderung meisterte. Zudem hat er kürzlich ein „Everesting“-Projekt in Polen abgeschlossen, um Spenden für ein krankes Kind zu sammeln. Das sind nicht einfach nur Kilometer, die er zurücklegt; es sind Geschichten der Hoffnung, die er auf zwei Rädern erzählt. Er hat sich sogar das Ziel gesetzt, 2024 ohne Schlaf um seine Diözese zu radeln – das sind 1200 Kilometer in einem Stück! Dabei wird er oft von seinem Vater und Bruder unterstützt, die an seiner Seite stehen.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die Vorbereitungen für das „Race Across America“ laufen auf Hochtouren. Nowak hat sich dafür Urlaub genommen und wird von einem siebenköpfigen Team begleitet, das ihm während des Rennens zur Seite steht. Die Gesamtkosten für die Teilnahme belaufen sich auf stolze 50.000 Euro, eine finanzielle Herausforderung, die er jedoch mit einem Lächeln annimmt. Denn während des Rennens wird er auch Spenden für das Zentrum für trauernde Kinder sammeln – eine Herzensangelegenheit, die ihm besonders am Herzen liegt.

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Jetzt, da die Tage bis zum Start gezählt werden, spürt er die Aufregung. „Ich träume schon lange von diesem Rennen“, sagt er, und man merkt ihm die Vorfreude an. Doch es ist nicht nur das Rennen, das ihn motiviert. Es sind die Begegnungen, die Erfahrungen – und vielleicht auch die eine oder andere Herausforderung, die ihm auf der Strecke begegnen wird.