Im Bremer Norden hat der Winter seine Spuren hinterlassen, und zwar in Form von zahlreichen Schlaglöchern, die den Verkehr auf den Straßen erheblich beeinträchtigen. Betroffen sind vor allem die Stader Landstraße, Lesumer Heerstraße, Vegesacker Heerstraße, Grambker Heerstraße und die Burger Heerstraße. Die CDU-Fraktion hat bereits Anfragen zum Zustand dieser Straßen gestellt, um die Situation der Bürger zu klären.
Der Senat hat zwar betont, dass die Straßen grundsätzlich verkehrssicher sind und regelmäßige Kontrollen stattfinden, sieht jedoch einen klaren Verbesserungsbedarf. Es wurden bereits Sanierungsmaßnahmen umgesetzt, wie etwa auf der Stader Landstraße. Dennoch kritisiert Bettina Hornhues von der CDU die unzureichenden Teersanierungen auf der Lesumer Heerstraße, die besonders für Radfahrer gefährlich sind.
Sanierungsbedarf im Bremer Norden
Die genannten Straßen spielen eine wichtige Rolle für die Mobilität im Bremer Norden. Der Senat hat festgestellt, dass sowohl die Stader Landstraße als auch die Lesumer Heerstraße im Rahmen einer grundhaften Erneuerung vollständig überplant und ausgebaut werden müssen. Auch die Vegesacker Heerstraße, die Grambker Landstraße und die Burger Heerstraße stehen auf der Liste der Straßen, die dringend sanierungsbedürftig sind.
Besonders bemerkenswert sind die Schäden, die auf Höhe des Holthorster Weges durch das Winterwetter entstanden sind. In den letzten Wochen wurden bereits erste Sanierungen durchgeführt, und auf der Stader Landstraße sind Geschwindigkeitsreduzierungen vorerst in Kraft, da nicht die gesamte Strecke saniert wurde. Für die Lesumer Heerstraße sind zudem Maßnahmen zur Straßenerhaltung in Planung, auch wenn die genauen Planungsstände noch nicht konkret benennbar sind.
Die Herausforderung der Straßeninstandhaltung
Die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen hängt von personellen, planerischen und finanziellen Ressourcen ab. Der Senat nutzt ein Bundesprogramm zur großflächigen Deckschichterneuerung, um die Straßenverhältnisse nachhaltig zu verbessern. Dennoch äußert Hornhues Unverständnis über die mangelnden Lösungsansätze, insbesondere auf der Lesumer Heerstraße, wo die Situation für Radfahrer zunehmend ärgerlich wird. Teer wird teilweise einfach auf die Schlaglöcher geschüttet, was neue Gefahrenstellen schafft.
Insgesamt ist die Verkehrssicherheit auf den Straßen im Bremer Norden ein Thema von hoher Priorität. Der Landesbetrieb Straßen.NRW führt seit über 20 Jahren Sicherheitsaudits bei Straßenprojekten durch, um die Planungen in allen Phasen zu überprüfen und dabei den Fokus auf die Verkehrssicherheit zu legen. Mit Bestandsaudits wird die Sicherheit bestehender Straßen regelmäßig durch Ortsbesichtigungen bewertet.
Die Ausbildung zum Sicherheitsauditor dauert fast ein Jahr und umfasst verschiedene Module wie Straßen innerorts und außerorts, Unfallanalysen und mehr. Aktuell sind 74 Sicherheitsauditor*innen bei Straßen.NRW aktiv, die sich um die Verbesserung der Entwurfsplanung und die Kommunikation zwischen den Abteilungen Verkehr und Planung kümmern. Diese Audits haben das Potenzial, Verkehrstote und Schwerverletzte zu vermeiden und tragen damit zur allgemeinen Verkehrssicherheit bei.