In Vegesack, einem schönen Stadtteil von Bremen, ist eine spannende Debatte über die Zukunft der ehemaligen Räume der Vegespatzen im Gange. Diese Start-up-Spielkreise waren einst eine Antwort auf den akuten Mangel an Kitaplätzen in der Region, doch nun, da reguläre Kitaplätze ausreichend vorhanden sind, stellt sich die Frage: Was passiert mit diesen Räumen? Yvonne Riegel von Hansea Sana hat einige Ideen, die aufhorchen lassen.

Riegel schlägt vor, die leerstehenden Räume für Sprachförderung und die Ganztagsbetreuung von Schulkindern zu nutzen. Ja, es gibt einen echten Bedarf! Viele Eltern haben ab dem kommenden Jahr einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen. Es wäre also wirklich an der Zeit, dass hier etwas passiert. Doch bislang fehlt es an einer klaren Stellungnahme vom Ressort Kinder und Bildung – die Diskussion verläuft im Sand, und die Vorschläge Riegels scheinen nicht weiter verfolgt zu werden.

Ein Blick zurück

<pWenn wir einen Schritt zurücktreten, sehen wir, wie die Vegespatzen einst gegründet wurden. In der Vergangenheit gab es mehr Anmeldungen als Plätze in den Kitas, was zur Schaffung dieser temporären Lösung führte. Riegel hat den Mietvertrag für die Betreuungsstätte zwar noch nicht geräumt, obwohl er abgelaufen ist, doch die Wirtschaftsförderung duldet dies – ein bisschen wie ein ungeschriebenes Gesetz, das niemand so recht hinterfragt.

In den letzten Monaten hat Riegel bereits mit verschiedenen Behördenvertretern über die Nutzung der Räume gesprochen. Dabei betont sie: Die ehemaligen Vegespatzen-Räume sind perfekt für Sprachförderung geeignet – zentral gelegen in der Fußgängerzone von Vegesack! Das ist nicht nur praktisch, sondern auch wichtig, denn viele Kinder in Bremen-Nord haben nicht die notwendige Sprachförderung erhalten. Besonders im Kindergartenalter ist die sprachliche Entwicklung entscheidend. Grundschullehrer stehen dann oft vor der Herausforderung, Kinder mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen im Unterricht zu integrieren.

Das große Ganze

Schaut man sich das Ganze etwas genauer an, wird schnell klar, dass Sprachförderung nicht nur ein lokales Thema ist. Die Stiftung Fairchance hat das Ziel, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen, insbesondere mit Migrationshintergrund, Perspektiven zu bieten. Der Erwerb der deutschen Sprache ist dabei eine ganz wesentliche Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Die Stiftung unterstützt zahlreiche Institutionen, darunter auch Kindertagesstätten und Schulen, um diese wichtige Aufgabe zu meistern.

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Die Durchführung des Sprachförderprogramms MITsprache zeigt, wie vielschichtig die Maßnahmen sind, die benötigt werden, um Kindern die Integration zu erleichtern. In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Programmen zur Sprachförderung, und oft ist es für Bildungseinrichtungen nicht einfach, den Überblick zu behalten. Hier könnte die Nutzung der ehemaligen Vegespatzen-Räume einen wertvollen Beitrag leisten und den Familien in Vegesack helfen!

Riegel stellt außerdem klar, dass die Mitarbeiterinnen der Vegespatzen sich keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen müssen. Sie werden in andere Projekte integriert, sodass niemand auf der Strecke bleibt. Das ist doch auch ein kleines Licht in der Diskussion!