Sicher und umweltfreundlich: Der Streit um die Radverkehrssicherheit in Borgfeld
In Borgfeld gibt es momentan viel Bewegung rund um die Sicherheit der Radfahrenden, insbesondere auf dem Jan-Reiners-Weg. Der ADFC, die größte Interessenvertretung für Radfahrende in Deutschland mit über 240.000 Mitgliedern, hat jetzt in den Ortsbeiräten Horn-Lehe und Borgfeld einen Antrag eingereicht. Hierbei geht es um die dringend benötigte Beleuchtung und reflektierende Randstreifen. Ziel ist es, die Sicherheit für Radfahrende sowie für Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Denn, seien wir mal ehrlich, bei Dunkelheit ist das Radfahren nicht nur ungemütlich, sondern auch gefährlich.
Die Beschlüsse des Beirates Borgfeld zur Beleuchtung wurden jedoch vom Bremer Amt für Straßen und Verkehr (ASV) abgelehnt. Das sorgt für Unmut! Zwei Bürgeranträge, die sich mit der Sicherheit auf der Radhauptroute Jan-Reiners-Weg beschäftigen, stehen ebenfalls im Raum. Der ADFC hat einen klaren Plan: Der unbeleuchtete Abschnitt vom Brücke über die A 27 bis Am Lehester Deich soll mit einem hellen, reflektierenden Randstreifen markiert werden. Das klingt doch nach einer soliden Idee, um die Sichtbarkeit bei Dunkelheit zu verbessern, oder?
Naturschutz versus Sicherheit
Doch damit nicht genug. Der ADFC unterstützt auch die Forderung des Beirats Borgfeld nach einer umwelt- und naturverträglichen Beleuchtung für den Abschnitt Am Lehester Deich bis zur Stadtgrenze. Man könnte fast meinen, hier prallen zwei Welten aufeinander: auf der einen Seite die Notwendigkeit, Radfahrer zu schützen, und auf der anderen die Bedenken des Naturschutzbundes (Nabu). Der ADFC kritisiert die Ablehnung des Nabu als unzureichende Auseinandersetzung mit dem Thema umweltfreundlicher Radverkehr. Schließlich können technische Entwicklungen heutzutage sogar eine naturverträgliche Straßenbeleuchtung ermöglichen – ohne dabei die Tierwelt zu gefährden!
Das ist ein heißes Eisen, gerade wenn man bedenkt, dass Radfahren nicht nur Platz spart, sondern auch die Umwelt schont. Laut dem Umweltbundesamt verursacht Radfahren keine schädlichen Klimagase – ein echter Pluspunkt! Im Übrigen zeigen Studien, dass eine Person, die täglich 5 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit fährt, jährlich rund 365 kg CO2-Emissionen einsparen kann. Das ist eine Ansage! Es wird Zeit, dass wir den Verkehr in Deutschland umdenken und mehr auf Fahrrad- und Fußverkehr setzen.
Ein Aufruf zur Diskussion
Der ADFC wünscht sich von Naturschutzverbänden eine differenzierte Betrachtung des Themas, um die Diskussion zu öffnen und mögliche Lösungsansätze zu finden. Denn wenn wir uns gegenseitig verstehen und unsere Ziele abgleichen, können wir gemeinsam eine sichere und umweltfreundliche Zukunft für alle schaffen. Die ADFC-Stadtteilgruppe Nord-Ost, die die Radverkehrsthemen in Schwachhausen, Horn-Lehe, Borgfeld und Umgebung behandelt, trifft sich dafür regelmäßig – und zwar am ersten Montag der ungeraden Monate im Ortsamt Horn-Lehe.
Wer Interesse hat, kann sich mit dem Sprecher Ullrich Horstmann in Verbindung setzen, entweder per E-Mail oder vielleicht sogar bei einem der Treffen. Es ist wichtig, dass alle Stimmen gehört werden, denn schließlich geht es um die Sicherheit und das Wohl aller Radfahrenden in Bremen. Radfahren sollte nicht nur ein Vergnügen, sondern vor allem auch sicher sein!
