In Bremen hat sich seit Januar 2023 etwas ganz Besonderes für unsere älteren Mitbürger getan: Das kostenfreie Angebot „Bremer Hausbesuche“ bietet eine wertvolle Unterstützung im Alltag für Senioren. Organisiert durch die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, richtet sich dieses Angebot an selbstständig lebende ältere Menschen, insbesondere solche mit Migrationshintergrund. Es ist eine Initiative, die darauf abzielt, die Lebensqualität der Senioren zu verbessern und Versorgungslücken zu schließen.
Ein besonderes Augenmerk gilt der Kontaktaufnahme, die ganz einfach durch einen Anruf erfolgen kann. Die Besuche können in den eigenen vier Wänden, in Cafés oder auch in Awo-Büros stattfinden. Dabei steht Tatjana Weil-Hof, eine 64-jährige Sozialberaterin, als Ansprechpartnerin für die Stadtteile Vahr und Osterholz bereit. Sie bringt nicht nur das nötige Fachwissen, sondern auch die menschliche Wärme mit, die in solchen Situationen oft entscheidend ist. Die Unterstützung umfasst Themen wie Pflegefragen, Vollmachten, finanzielle Sorgen und das oft stille Leiden unter Einsamkeit.
Das Angebot im Detail
Die „Bremer Hausbesuche“ sind als zeitlich begrenzte Unterstützung konzipiert und sollen keine dauerhafte Betreuung ersetzen. Dies ermöglicht es den Senioren, gezielt Hilfe zu erhalten, wenn sie sie benötigen, ohne sich unnötig unter Druck gesetzt zu fühlen. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass Angehörige, Nachbarn oder auch Hausärzte dazu ermutigt werden, den Kontakt herzustellen, um so ein Netzwerk der Unterstützung zu bilden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Datenschutz: Die direkte Einwilligung der betroffenen Person ist hierbei von großer Bedeutung. Zudem erhalten Senioren zu ihrem 80. Geburtstag besondere Briefe, die Informationen und Einladungen zum Gespräch enthalten. Dies ist eine schöne Geste, die den älteren Menschen zeigt, dass an sie gedacht wird und dass Hilfe zur Verfügung steht.
Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität
Die Initiative hat sich aus der bisherigen Aufsuchenden Altenarbeit entwickelt und wird nun stadtweit einheitlich organisiert. Besonders wichtig ist, dass auch jüngere Senioren angesprochen werden, die vielleicht zögern, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Tatjana Weil-Hof nutzt sogar moderne Übersetzungsprogramme, um Sprachbarrieren zu überwinden und allen Senioren den Zugang zu erleichtern. Trotz der positiven Resonanz ist das Angebot noch nicht überall bekannt, weshalb eine aktive Öffentlichkeitsarbeit im Stadtteil durchgeführt wird.
Wer Fragen hat oder Informationen benötigt, kann Tatjana Weil-Hof telefonisch unter 01 76 / 56 98 69 47 oder per E-Mail an bhb.ost@awo-bremen.de kontaktieren. Es liegt an uns allen, diesen wertvollen Service bekannt zu machen und unseren älteren Mitbürgern die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie verdienen.