Heute ist der 5.05.2026 und die Vorfreude auf das 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts im kommenden Jahr ist förmlich greifbar. Inmitten von schimmernden Feierlichkeiten und einem Hauch von Nostalgie haben die Richter des höchsten deutschen Gerichts eine spannende Initiative gestartet: Sie besuchen Schulen in allen 16 Bundesländern, um mit den Schülerinnen und Schülern über das Grundgesetz und ihre Arbeit zu sprechen. Wer hätte gedacht, dass die Juristen so nahbar sind? Gerichtspräsident Stephan Harbarth hat in Bremen den ersten Schritt gemacht und bereits im März mit den Jugendlichen diskutiert. Die Stunde, die er mit den Schülern verbrachte, war alles andere als trocken – das Interesse war riesig!

Der herzliche Empfang der Schüler lässt erahnen, wie wichtig es ist, junge Menschen für die Demokratie und die Rechte, die sie haben, zu sensibilisieren. Doch in einer Zeit, in der das Vertrauen in das Bundesverfassungsgericht auf einen Tiefpunkt gesunken ist – nur 63% der Bevölkerung vertrauen dem Gericht, im Vergleich zu 80% im Jahr 2021 – ist es umso wichtiger, diesen Dialog zu fördern. Die Gründe für diesen Vertrauensverlust sind vielfältig. Kritiker, vor allem aus den Reihen der Impfgegner und Gegner der Corona-Politik, haben immer wieder Entscheidungen des Gerichts in den Fokus genommen. Ein Umstand, der Fragen aufwirft: Wie können wir die Verbindung zwischen Rechtsprechung und Bevölkerung stärken?

Ein Blick nach Karlsruhe

In der Stadtmitte von Karlsruhe steht ein Kubus, der eine Art Schaufenster für das Bundesverfassungsgericht ist. Hier werden Videos mit Aussagen von Verfassungsrichtern und Mitarbeitern ausgestrahlt, die nicht nur Einblicke gewähren, sondern auch einen Dialog anstoßen sollen. Am 16. Mai 2026 wird dann ein großer Tag der offenen Tür stattfinden, der für bis zu 5.000 Besucher Platz bietet. Da gibt es Besichtigungen, Interviews mit Richtern, ein Theaterstück, eine Ausstellung und ein Kinderprogramm. Ein echtes Fest für die ganze Familie! Und die Tickets? Die sind online buchbar – schnell sein lohnt sich, denn es gibt nur ein begrenztes Kontingent für Kurzentschlossene!

Stephan Harbarth hat auch den Wunsch geäußert, das Engagement der Schüler für die Gesellschaft zu fördern. Ein schöner Gedanke, der zeigt, dass die nächste Generation nicht nur passive Zuschauer, sondern aktive Gestalter ihrer Zukunft sein kann. Im September 2026 dann, wenn die offizielle Feier in Karlsruhe über die Bühne geht, werden 1.000 Gäste erwartet, darunter auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Man darf gespannt sein, was für Überraschungen und Ansprachen auf uns zukommen!