Bremen blüht auf: Entsiegelungs-Workshop für ein besseres Klima
Die Sommerhitze in Bremen kann ganz schön drückend sein, und die versiegelten Flächen in unseren Städten tragen ihren Teil dazu bei. Wenn der Asphalt sich aufheizt, wird es schnell unangenehm. Wasser kann nicht versickern und belastet die Kanalisation bei Starkregen – was gerade in den letzten Jahren öfter vorgekommen ist. Überflutungen und vollgelaufene Keller sind keine Seltenheit mehr. Doch es gibt Lösungen! Ein Entsiegelungs-Workshop der Bremer Umwelt Beratung am 30. Juni 2026, von 15.00 bis 19.00 Uhr, bietet die Möglichkeit, sich über die Entsiegelung und Begrünung von Flächen zu informieren. Der Workshop findet in Hemelingen/Hastedt statt und ist kostenfrei für maximal 12 Teilnehmerinnen.
Unter der Leitung von Hartmut Clemen, der über 22 Jahre den ökologischen Lehrgarten (FlorAtrium) geleitet hat, erfahren die Teilnehmenden, wie man versiegelte Flächen ökologisch aufbereitet und begrünt. Der Workshop ist ein Teil der Initiative „Bremen pflastert ab!“, die Bremerinnen dazu anregt, bis zum 31. Oktober Pflastersteine zu entfernen. Dabei winken sogar Auszeichnungen wie die „Goldene Spitzhacke“ und der „Grüne Roland“ – verliehen von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft. Anmeldung ist erforderlich unter: info@bremer-umwelt-beratung.de.
Die Vorteile der Entsiegelung
Fast die Hälfte der Bodenfläche in unseren Städten ist mittlerweile versiegelt. Und das wird, wie man sieht, eher schlimmer als besser. Versiegelte Flächen heizen sich nicht nur im Sommer stark auf, sie haben auch gravierende Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen. Besonders ältere Menschen spüren die Folgen. Eine Begrünung kann die Temperaturen in den Städten senken und die Lebensqualität deutlich verbessern. Das Zusammenspiel von besserem Wassermanagement und der Förderung der Biodiversität ist einfach unschlagbar. Entsiegelte Flächen lassen Regenwasser besser versickern, was Überschwemmungen vorbeugt – ein echter Gewinn für alle!
Die Maßnahmen zur Entsiegelung sind vielfältig. Am besten ist es, einen Schottergarten komplett zurückzubauen. Steine und Folien sollten entfernt werden, der Boden tiefgründig umgegraben und aufgelockert werden. Ein bisschen Kompost und ein Bodenaktivator sind hilfreich, um die Fläche nach dem Umgraben wieder zum Leben zu erwecken. Natürlich können auch einfache Maßnahmen, wie das Durchlöchern von Folien, um eine Luft- und Wasserzufuhr zu gewährleisten, helfen. Blühpflanzen, die insektenfreundlich sind, machen das Ganze dann auch noch hübsch!
Klimaanpassung und kommunale Herausforderungen
In den deutschen Kommunen ist die Problematik der stark versiegelten Flächen nicht zu unterschätzen. Plätze, Schulhöfe und Parkplätze heizen die Quartiere auf und bieten wenig Aufenthaltsqualität. Hier gilt es, durch Entsiegelung und Begrünung nicht nur das Mikroklima zu verbessern, sondern auch die Bodenfunktionen wiederherzustellen. Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer zukunftssicheren Stadt. Und die Vorteile sind nicht nur ökologischer Natur – auch soziale Aspekte, wie die Verbesserung des Stadtbildes und der Nachbarschaft, spielen eine große Rolle.
Bürger*innen können in kommunale Förderprogramme einbezogen werden. Das heißt, es gibt finanzielle Unterstützung für Entsiegelungsmaßnahmen, was die Sache umso attraktiver macht! Die Umsetzung dieser Maßnahmen geschieht in mehreren Schritten: von der strategischen Planung bis hin zur Pflege und dem Monitoring der neu geschaffenen Flächen. Es ist ein umfassendes System, das letztendlich der gesamten Gemeinschaft zugutekommt.
Wenn du also Lust hast, mehr über die Möglichkeiten der Entsiegelung und Begrünung zu erfahren, schau beim Workshop vorbei. Das könnte nicht nur deinen Garten, sondern auch das Klima in Bremen ein Stück weit verbessern!
