In Osterholz, einem der charmantesten Stadtteile Bremens, gibt es jetzt einen ganz besonderen Ort, der die Herzen der Naturfreunde höher schlagen lässt: Bremens erster Tiny Forest! Auf einer Fläche von lediglich 10 mal 10 Metern wurde ein Mini-Wald angelegt, der nicht nur für ein besseres Stadtklima sorgt, sondern auch ein fantastisches Gemeinschaftsprojekt ist. Hier haben Ehrenamtliche, Schüler, Studierende und Anwohner gemeinsam angepackt, um etwas gegen den Klimawandel zu tun. Ein echtes Vorzeigeprojekt!
Die Miyawaki-Methode, die in den 70er-Jahren in Japan entwickelt wurde, kommt dabei zum Einsatz. Sie zielt darauf ab, selbst erhaltende Biotope im urbanen Raum zu schaffen. Werner Wickemeyer hat uns die Vorzüge dieser Methode nähergebracht, und ich muss sagen, es ist wirklich beeindruckend, was hier entsteht. Diese Methode wird weltweit angewendet, und nun zeigt Bremen, wie es geht! Das Projekt wurde vom Verein Ausspann initiiert, während Vonovia die Fläche zur Verfügung stellte. Das Win-Forum Schweizer Viertel hat zudem die Pflanzen und den Kompost finanziert. Ein wahres Teamwork!
Ein kleiner Wald mit großer Wirkung
Die Fläche ist clever in Quadrate zu je einem Quadratmeter unterteilt, und in jedem dieser kleinen Areale werden drei bis vier Pflanzen gesetzt. Schüler der Berufsschule Delmestraße haben tatkräftig beim Pflanzen geholfen, und ich kann mir nur vorstellen, wie viel Spaß die jungen Leute dabei hatten! Es sind insgesamt 30 verschiedene Pflanzenarten vorgesehen, darunter auch drei bis vier Baumarten. An den Rändern des Miniwaldes wurden Himbeeren, Johannisbeeren, Holunder und Stachelbeeren gepflanzt – das klingt fast nach einem kleinen Obstgarten!
Um die Pflanzen zu schützen und ihnen das Wachsen zu erleichtern, wird die Fläche mit Stroh gemulcht. Das hilft, die Feuchtigkeit zu speichern und das Unkraut in Schach zu halten. Für die ersten drei Jahre braucht der Wald regelrechte Pflege, bevor er sich selbst erhält. Ich finde das ziemlich spannend – der Gedanke, dass man so viel Geduld aufbringen muss, um der Natur die Chance zu geben, sich selbst zu regulieren.
Ein Projekt mit Zukunft
Die Umsetzung des Projekts hat von der Idee bis zur Pflanzung ganze drei Jahre gedauert. In dieser Zeit wurde die Fläche von Vonovia vorbereitet, indem die Grasnarbe entfernt wurde. Und die gute Nachricht? Weitere Tiny Forests sind bereits in Planung! Standorte wie der Wartburgplatz in Gröpelingen und in der Vahr stehen schon auf der Liste. Es scheint, als würde Bremen eine grüne Welle losbrechen, die sich in der ganzen Stadt verbreitet.
Die Idee eines Tiny Forests ist nicht nur ein schöner Anblick für die Anwohner, sondern trägt auch aktiv zum Klimaschutz bei. In Zeiten, in denen wir alle mehr für die Umwelt tun sollten, ist es erfrischend zu sehen, wie engagierte Bürger zusammenarbeiten, um etwas Positives zu bewirken. Und wenn sich diese Projekte in der ganzen Stadt verbreiten, könnte Bremen eine Vorreiterrolle im urbanen Natur- und Klimaschutz einnehmen. Das wäre doch eine feine Sache, oder?