Heute ist der 23.04.2026 und in Bremen sind die Straßen nicht ganz so ruhig, wie man es sich wünschen würde. Die Polizei hat im Zeitraum vom 13. bis 19. April 2026 im Rahmen der ROADPOL-Speedweek ein wachsames Auge auf die Verkehrssituation geworfen und dabei über 3500 Tempoverstöße festgestellt. Das ist eine Zahl, die selbst die erfahrensten Ordnungshüter erstaunen lässt.
Im Rahmen dieser intensiven Kontrollen, die stadtweit an wichtigen Verkehrsachsen und Autobahnen stattfanden, wurde auch der „Blitzermarathon“ am 15. April durchgeführt. An diesem Tag allein wurden über 800 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Die Polizei setzte sowohl mobile als auch stationäre Messungen ein, um den Verkehr zu überwachen. Auch der Einsatz von Enforcement-Trailern und Videowagen war Teil der Maßnahmen. Ein besonders auffälliger Verstoß ereignete sich auf der Stapelfeldtstraße, wo ein Fahrzeug mit 109 km/h bei erlaubten 50 km/h geblitzt wurde. Auf der A1 wurde ein Fahrer sogar mit mehr als 70 km/h über dem Limit erwischt.
Fahrverbote und weitere Verstöße
Insgesamt wurden 50 Fahrverbote verhängt, und die Kontrollen deckten auch andere Verkehrsverstöße auf, wie beispielsweise Verstöße gegen die Gurtpflicht. Die Polizisten führten zahlreiche Gespräche mit den Verkehrsteilnehmern, die sich meist einsichtig zeigten. Bremer Innensenatorin Dr. Eva Högl äußerte sich besorgt über die hohe Anzahl der Verstöße und betonte die Bedeutung von Verkehrssicherheit. Sie wies auf die europaweite Speedweek hin und unterstrich die Notwendigkeit von Verkehrssicherheitskontrollen, um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.
Verkehr in Zahlen
Die Zahlen, die die Polizei in der letzten Woche präsentierte, sind nicht nur alarmierend, sie sind auch ein Teil eines größeren Bildes. Das Standardwerk „Verkehr in Zahlen“ (ViZ), herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, liefert seit über 50 Jahren aktuelle Zahlen und Zeitreihen zur Mobilität und Verkehr. In diesem Kompendium werden unter anderem Daten zu Unfällen, Verkehrsaufkommen und -leistung sowie Emissionen und Investitionen in die Infrastruktur erfasst.
Mit rund 380 Seiten ist ViZ eine wertvolle Informationsquelle und trägt dazu bei, das tägliche Mobilitätsverhalten der Deutschen besser zu verstehen. Die aktuelle Ausgabe kann kostenlos im PDF- und MS-Excel-Format heruntergeladen werden, während die Taschenbuchausgabe über die Webseite des Kraftfahrt-Bundesamtes erhältlich ist. Diese umfassenden Daten sind entscheidend, um den Verkehrsfluss zu optimieren und die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen.