Ab dem 1. September 2026 wird das Dekanat Bremen-Nord von zwei Frauen geleitet, ein echter Meilenstein! Agnes Dobrzynski und Ute Zeilmann übernehmen die Verantwortung für die drei katholischen Pfarrgemeinden, nachdem Pfarrer Holger Baumgard in den Ruhestand geht. Diese Nachricht hat in der Gemeinde für viel Aufregung gesorgt, denn es ist das erste Mal, dass Frauen an der Spitze stehen. Ute Zeilmann, eine promovierte Theologin, wird sich um die Pastoral und das Hauptamtliche Team kümmern. Ihre Kollegin Agnes Dobrzynski wird die Verwaltung übernehmen – zwei Frauen, die wissen, wie man Dinge anpackt!

Beide Damen bringen eine Fülle von Erfahrungen mit, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche. Sie sind schon seit Jahren im Dekanat Bremen-Nord tätig und sind somit bestens vernetzt. Ab September wird Johannes Pawellek, ein moderierender Priester, das Leitungsteam unterstützen. Er ist zurzeit noch Pfarrer im Dekanat Unterelbe und wird im November ebenfalls in den Ruhestand gehen. Und nicht zu vergessen: Pastor Pawel Nowak, der bereits in Bremen tätig ist, wird Teil des Pastoralteams. Zudem wird Pastor Pradyut Bahla aus Indien für fünf Jahre ins Bistum Hildesheim wechseln und promoviert derzeit in Frankfurt am Main. Ein wahrlich internationales Team!

Frauen in der Leitung – ein frischer Wind für die Kirche

Die Entscheidung, Frauen in die pastorale Leitung zu berufen, ist nicht nur lokal ein Thema. Eine kürzlich initiierte Befragung durch katholische Frauenverbände hat gezeigt, dass weibliche Pfarreileitung das Bild der Kirche grundlegend verändern kann. Diese Umfrage, angestoßen beim jährlichen Treffen der Verbände im April 2025, befasste sich mit den Auswirkungen weiblicher Leitung. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Frauen prägen die Kirche durch mehr Synodalität und stärkere Mitwirkung.

Insgesamt wurden 54 Fragebögen ausgewertet, und die Ergebnisse sind vielversprechend. Frauen favorisieren einen partizipativen Führungsstil, der Mitwirkung fördert und gemeinschaftliche Verantwortung stärkt. Sie sind als glaubwürdig, dialogisch und zukunftsorientiert wahrgenommen. Aber es gibt auch strukturelle Herausforderungen. So sind die Rechte der Frauen im klerikalen Führungsmodell stark begrenzt, was zu einer Abhängigkeit von geweihten Männern führt. Hier ist Veränderung dringend nötig!

Ein Schritt in die Zukunft

Die Studie, die von Agnes Wuckelt bei einem Online-Treffen im Februar 2026 vorgestellt wurde, beleuchtet die Notwendigkeit von Gleichberechtigung in der Kirche und den Wunsch nach pastoraler Innovation. Die Ergebnisse werden Bischofskonferenzen und synodalen Gremien zur Verfügung gestellt, um die Diskussion über Frauen in Führungspositionen weiter voranzutreiben. Diese Initiative ist nicht nur eine Frage der Gleichstellung, sondern auch eine Chance, die Kirche zu modernisieren und an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen.

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Wir leben in einer Zeit, in der der kirchliche Auftrag, für alle Menschen da zu sein – insbesondere in der diakonischen Arbeit – mehr denn je im Fokus steht. Das Dekanat Bremen-Nord, mit seinen Pfarrgemeinden Heilige Familie Bremen-Grohn, Heilige Familie Osterholz-Scharmbeck und St. Marien Bremen-Blumenthal mit St. Ansgar Schwanewede, steht nun an der Schwelle zu einem neuen Kapitel. Die beiden Frauen an der Spitze sind bereit, gemeinsam mit dem neuen Pastoralteam die Herausforderungen anzugehen und die spirituelle Landschaft in Bremen-Nord neu zu gestalten. Hier wird einiges in Bewegung kommen! Es bleibt spannend, was die Zukunft bringt.