Im Bremer Stadtteil Osterholz tut sich etwas: Die Brüder Amer, Mohammad und Marwan Sandawi haben mit ihrem neuesten Bauvorhaben die Grundsteinlegung für ein Wohnprojekt gefeiert, das nicht nur die Lebensqualität erhöhen, sondern auch dringend benötigten Wohnraum schaffen soll. Insgesamt 69 Wohnungen und 30 Reihenhäuser sollen hier entstehen, die alle sozial gefördert werden. Senatorin Özlem Ünsal hat die Bedeutung des Projekts für Familien mit drei und mehr Kindern hervorgehoben und betont, dass das Quartier niedrige und mittlere Mieten vorsehen wird. Die ersten Mieter könnten bereits im August 2027 einziehen.
Das Bauprojekt findet an der Osterholzer Heerstraße, in unmittelbarer Nähe zur Shell-Tankstelle und dem Weserpark, statt. Die Sandawi-Brüder, die hier aufgewachsen sind, haben 2012 die AMM Holding gegründet und sich seither auf den Bau und die Entwicklung von Wohnungen spezialisiert. Die Unterstützung von der Bremer Aufbau-Bank und dem Bauamt wird es ermöglichen, die Mieten für die neuen Wohnungen erschwinglich zu halten, was besonders in einem Kontext wichtig ist, in dem in Bremen über 5000 preisgebundene Wohnungen existieren, jedoch laut einer Studie noch 13.000 Sozialwohnungen fehlen.
Ein Blick auf das „Horner Tor“
Doch nicht nur in Osterholz wird fleißig gebaut. Auch in Horn-Lehe tut sich etwas: Das marode „Geisterhaus“ neben der Deutschen Eiche in der Lilienthaler Heerstraße, das bereits als nicht für eine Zwischennutzung geeignet gilt, wird bald abgerissen. Investor Amer Sandawi hat das Grundstück und das Gebäude erworben, um dort einen neuen Wohnkomplex zu errichten. Geplant ist ein viergeschossiges Gebäude, das 48 Ein-Zimmer-Wohnungen und acht Zwei-Zimmer-Wohnungen umfassen wird. Im Erdgeschoss wird eine Bäckerei Platz finden, während ein 200 Quadratmeter großer Bürgersaal für Vereinstreffen und private Feiern zur Verfügung stehen soll.
Die Stadt Bremen hat bereits als langfristige Mieterin für die Wohnungen zugesagt, was die Planung weiter vorantreibt. Der Bau soll aus Holz errichtet werden, mit einem soliden Sockel aus Beton, und verfolgt einen modularen Ansatz: Die Ein-Zimmer-Wohnungen werden in einer süddeutschen Firma produziert und dann vor Ort zusammengesetzt. Die Bauweise verspricht hohe Qualität, Nachhaltigkeit und eine schnelle Umsetzung, mit einer Baugenehmigung, die für Anfang 2025 erwartet wird und einer Fertigstellung des neuen Gebäudes „Horner Tor“ bis Ende 2025.
Diese beiden Projekte sind nicht nur ein Zeichen für den Wohnungsbau in Bremen, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung, um den Bedarf an sozial gefördertem Wohnraum zu decken. Angesichts der Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt ist es ermutigend zu sehen, dass lokale Investoren und die Stadt gemeinsam Lösungen finden, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.