Heute ist der 16.06.2026 und in Lilienthal, einer kleinen Gemeinde in Osterholz, ist wieder einmal das Thema Schädlinge in aller Munde. Aktuell haben es die Gespinstmotten auf die Gehölze abgesehen. Diese kleinen Tierchen sind für uns Menschen in der Regel harmlos, aber das, was sie an Pflanzen anrichten, sieht dramatischer aus, als es tatsächlich ist. Die Raupen der Gespinstmotten überziehen Weißdorn und Traubenkirschen mit ihren Gespinsten, sodass man meinen könnte, die Pflanzen wären in einen schaurigen Schleier gehüllt. Aber keine Panik – das ist meist unbedenklich.

Doch es gibt auch ernstere Nachrichten aus der Natur. Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr ebenfalls in Lilienthal blicken lassen. Diese Raupenart, die vor allem an Eichen vorkommt, hat es in sich – ihre Brennhaare können Hautreizungen, Juckreiz und sogar Probleme mit den Atemwegen verursachen. Wer einmal in Kontakt mit diesen kleinen Quälgeistern gekommen ist, der weiß, dass das alles andere als angenehm ist. Umso wichtiger ist es, dass die Gemeinde verantwortungsvoll handelt und betroffene Bereiche je nach Lage absichert oder entfernt, insbesondere an Orten, wo sich viele Menschen aufhalten.

Unterschiede zwischen den Schädlingen

Ein wichtiger Punkt, den man nicht unterschätzen sollte, ist der Unterschied zwischen diesen beiden Raupenarten. Eichenprozessionsspinner-Raupen sind behaart, während die Gespinstmotten-Raupen unbehaart sind. Das macht es einfacher, sie voneinander zu unterscheiden. Die Gespinstmotten können auch Obstbäume und Ziersträucher befallen, ohne dabei größeren Schaden anzurichten. Eichenprozessionsspinner hingegen können Eichen komplett entlauben, was die Bäume anfälliger für andere Schädlinge macht – und das will wirklich niemand.

Die Gemeinde Lilienthal hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Bürger über die Gefahren aufzuklären. Warnschilder werden an Straßenrändern und in Parks aufgestellt, um auf die Präsenz des Eichenprozessionsspinners hinzuweisen. Wenn man einen Verdacht auf einen Befall hat, bittet die Gemeinde um eine Meldung mit Foto und Fundort. Diese Informationen sind wichtig, damit schnell gehandelt werden kann. Kontaktperson im Rathaus ist Kirsten Flathmann-Matz, die unter 04298/929262 oder 04298/9290 erreichbar ist. Alternativ kann man auch eine E-Mail an kirsten.flathmann-matz@lilienthal.de senden.

Ein Blick in die Zukunft

Mit dem Klimawandel scheinen die Eichenprozessionsspinner immer mehr zuzunehmen, was die Bekämpfung erschwert. Höhere Temperaturen kommen diesen Schädlingen nur zugute. Bei einem Befall im eigenen Garten sollte man auf keinen Fall selbst Hand anlegen; die Entfernung der Raupen sollte von Experten in Schutzkleidung durchgeführt werden. Das Ordnungsamt der Kommune ist hier der richtige Ansprechpartner.

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Für alle, die mehr Informationen benötigen, gibt es auf der Website der Gemeinde Lilienthal ein Merkblatt, das hilfreiche Tipps und Hinweise enthält. Es bleibt zu hoffen, dass die Natur sich bald wieder beruhigt und wir in Lilienthal die Schönheit unserer Bäume unbeschwert genießen können.