Borgfelds Rettungspunkte: Hoffnung und Hürden auf dem Weg zur Sicherheit
In Bremen-Borgfeld tut sich etwas – doch nicht alles läuft nach Plan. Die Stadt hat die Einrichtung von drei neuen Rettungspunkten in diesem idyllischen Stadtteil begrüßt, aber die Umsetzung? Die bleibt an den Eigentümern, Vereinen oder Initiativen hängen. Klingt nach einem etwas unglücklichen Arrangement, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Kosten für die Schilder und deren Instandhaltung unterschiedlich bewertet werden. Karl-Heinz Bramsiepe, Borgfelds Ortsbürgermeister, sieht die Sache optimistisch: Die Kosten für das Aufstellen der Punkte sind mit etwa 800 Euro für vier oder fünf Rettungspunkte überschaubar. Das klingt doch nach einem guten Deal, oder?
Allerdings gibt es einen Haken: Das Bremer Innenressort hat sich gegen die Planung, Finanzierung und Unterhaltung dieser Rettungspunkte ausgesprochen. Ein echter Stolperstein! Der Beirat Borgfeld hat bereits im Frühjahr beschlossen, zwei Rettungspunkte im Naturschutzgebiet Wümmewiesen und einen am Kreuzdeich einzurichten. Aber wie es so oft im Leben ist, muss die Abstimmung zur genauen Planung noch mit Feuerwehr und Polizei erfolgen. Immerhin kann die Feuerwehr Bremen bei der Planung unterstützen, damit alles einheitlich gestaltet wird und die Ortsangaben stimmen.
Ein System für mehr Sicherheit
Das neue Rettungspunktesystem in Bremen basiert auf einem Leitfaden des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik, und das gibt Hoffnung. Die Rettungspunkte sollen die Sicherheit in Parks und Grünanlagen erhöhen, besonders wenn dort viele Wanderer und Radfahrer unterwegs sind. Die Schilder sind 23×42 cm groß, tragen vier weiße Pfeile und eine Buchstaben-Nummern-Kombination zur genauen Lokalisierung. Praktisch, oder? Aber eine wichtige Voraussetzung bleibt: Die Rettungspunkte müssen für Rettungswagen erreichbar sein und Mobilfunkempfang muss möglich sein. Eine zusätzliche Hürde, die nicht vergessen werden sollte!
Und während sich Borgfeld um die Rettungspunkte kümmert, hat das Winterwetter im vergangenen Jahr großen Teilen von Borgfeld und Lilienthal zu schaffen gemacht. Überflutungen und Hochwasser waren an der Tagesordnung. Um die Anwohner besser zu schützen, wurde im Winter 2023/24 der neue Deichverteidigungsweg Warf-Butendiek eingeweiht. Dieser Schotterweg, der 560 Meter lang ist, ermöglicht eine schnellere Kontrolle und Verstärkung des Deichs im Hochwasserfall. Früher war der Transport von Sandsäcken eine mühsame Angelegenheit, die per Boot erledigt werden musste. Jetzt sieht die Sache schon ganz anders aus.
Finanzierung und Herausforderungen
Die Finanzierung des ersten Teilstücks von etwa 450.000 Euro stammt aus Deichverbands- und Steuermitteln. Und das ist nur der Anfang: Für die Ertüchtigung der Bremer Binnendeiche sind weitere Gutachten, Pläne und politische Beschlüsse in Arbeit. Insgesamt gibt es rund 25 Kilometer Binnendeiche, für die etwa 2,7 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln eingeplant sind. Diese Mittel fließen auch in den Generalplan Hochwasserschutz Binnen sowie in Vermessungs- und Erkundungsarbeiten. Umweltsenatorin Henrike Müller bezeichnet die Situation als große Herausforderung – das muss man sich mal vorstellen! In Zeiten knapper Kassen ist das schon eine echte Mammutaufgabe.
In Bremen sind die Deichverbände für den Hochwasserschutz zuständig, aber organisatorisch unabhängig von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Der Generalplan Küstenschutz, der bereits 2007 von Niedersachsen und Bremen aufgestellt wurde, ist ein wichtiger Leitfaden. Viele Bremerhavener Deiche entsprachen damals nicht den neuen Anforderungen, was die Dringlichkeit der Maßnahmen deutlich macht. Und damit die Bürger auch wissen, wie es um den Hochwasserschutz steht, gibt es jährlich Sachstandsberichte zur Deichunterhaltung.
Die Herausforderungen sind also vielfältig und vielschichtig. Aber die Menschen in Bremen-Borgfeld lassen sich nicht unterkriegen. Mit einem klaren Plan, einer Prise Optimismus und der Unterstützung von Feuerwehr und anderen Institutionen könnte es vielleicht doch noch klappen. Und wer weiß, vielleicht stehen die Rettungspunkte bald für mehr Sicherheit in der Natur bereit.
