Ingeborg Richter, eine bemerkenswerte 98-Jährige aus Bremen, hat sich in den letzten zwei Jahren zu einer echten Lernenthusiastin entwickelt. Jeden Dienstag zieht es sie in das Bürgerzentrum Vahr, wo sie ihren Englischkurs an der Volkshochschule besucht. Was für eine Energie! Selbstständig fährt sie mit dem Bus dorthin – und das mit einem Lächeln im Gesicht. Lernen ist für sie nicht nur eine Pflicht, sondern ein wahres Vergnügen. „Es ist nie zu spät, um etwas Neues zu lernen“, könnte sie wohl als ihren persönlichen Leitsatz auserkoren haben.

Im April 2026 reiste sie mit ihren Enkeln nach Kroatien, wo sie ihre frisch erlernten Englischkenntnisse gleich erfolgreich anwenden konnte. Wie schön muss es gewesen sein, sich mit den Touristen zu verständigen oder vielleicht sogar ein paar Worte mit den Einheimischen zu wechseln! Aber ihre Englischkenntnisse sind nicht aus dem Nichts entstanden – Ingeborg hatte schon während ihrer Schulzeit und beruflich im Krankenhaus Kontakt zur englischen Sprache. Und nun, als älteste Teilnehmerin in ihrem Kurs, genießt sie nicht nur das Lernen, sondern auch die sozialen Kontakte, die sie knüpfen konnte, insbesondere mit einer lieben Nachbarin.

Die Kraft des lebenslangen Lernens

Das Konzept des lebenslangen Lernens wird für Senioren immer wichtiger, und Ingeborg ist ein leuchtendes Beispiel dafür. Studien zeigen, dass geistige Aktivität das Risiko von Demenz verringern kann. Die Weltgesundheitsorganisation hat sogar festgestellt, dass lebenslanges Lernen positive Auswirkungen auf das Gehirn und das allgemeine Wohlbefinden im Alter hat. Diese Erkenntnisse bestätigen, was viele bereits spüren: Weiterbildung fördert nicht nur das Erlernen neuer Fähigkeiten, sondern auch soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe. Und genau das wird im Kurs von Ingeborgs Englischlehrerin Kordula Schaller-Jones großgeschrieben. Sie hebt die besondere Atmosphäre und das Miteinander in der Gruppe hervor. Das ist es, was das Lernen so lebendig macht.

Die Volkshochschule in Bremen bietet ihren Teilnehmenden eine Plattform, um sich sowohl geistig als auch sozial zu entfalten. Aber nicht nur dort – auch andere Bildungsangebote wie Computerkurse oder kreative Workshops sind tolle Gelegenheiten, um neue Kenntnisse zu erwerben und gleichzeitig neue Freundschaften zu schließen. Ingeborg, die auch zu Hause regelmäßig übt, weiß, dass dies nicht nur dem geistigen Training dient, sondern auch das Selbstwertgefühl stärkt. Und wer könnte da widersprechen? Die Neugier und der Drang nach Wissen sind im Alter oft sogar ausgeprägter, da man nun über mehr Freizeit verfügt.

Bildung im Alter: Ein deutschlandweites Programm

Am 16. September 2025 hat die Bundesbildungsministerin Karin Prien das Programm „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ ins Leben gerufen, das sich speziell an Menschen über 60 Jahren richtet. Hier stehen bis 2028 stolze 25 Millionen Euro zur Verfügung, um die Bildungslandschaft für ältere Menschen zu fördern. Projekte, die unter diesem Programm fallen, bieten Lernmöglichkeiten in Bereichen wie Gesundheit, politische Bildung und sogar Finanzwissen an. Ein Schritt in die richtige Richtung, um die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben zu stärken.

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Ingeborgs Engagement ist ein Teil dieses größeren Trends. Ihre Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, dass Bildung auch im Alter nicht aufhört. Die Kombination aus persönlichem Einsatz, sozialen Kontakten und dem Zugang zu geeigneten Bildungsangeboten kann die Lebensqualität im Alter erheblich verbessern. Und wenn sie mit einem strahlenden Gesicht von ihren Englischstunden erzählt, sieht man, dass Lernen keine Altersgrenze kennt. Es geht darum, aktiv zu bleiben, die Neugier zu bewahren und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Irgendwie ist das genau das, was wir alle anstreben sollten.