Schätze der Natur und Geschichte: Ein Besuch im Übersee-Museum Bremen
Heute ist der 13.07.2026, und in Bremen gibt es viel zu entdecken. Ein Ort, der dabei besonders ins Auge fällt, ist das Übersee-Museum. Hier wird nicht nur die bunte Vielfalt der Natur präsentiert, sondern auch die spannende Geschichte der Sammlung, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Insekten, Reptilien, Vögel und Pflanzen – allesamt Teil einer Sammlung, die schätzungsweise 1,2 Millionen Objekte umfasst. Ganz genau weiß das niemand, aber das macht das Ganze nur noch aufregender.
Ein absolutes Highlight ist die Entdeckung der unbekannten Wespe „Gorytes willcoxi“ durch den Biologen Volker Lohrmann und seinen Doktorvater. Solche Überraschungen sind es, die das Museum zu einem wahren Schatzkästchen machen. Holotypen, die ersten entdeckten Exemplare einer Art, dienen als Vergleich für andere Tiere und sind somit von unschätzbarem Wert. Unter den ersten Tieren, die das Museum beherbergte, finden sich sogar Schwämme von deutschen Tiefsee- und Antarktisexpeditionen. Und dann ist da noch das Chamäleon „Chamaeleo campani“, das 1881 auf Madagaskar entdeckt wurde – eine tragische Geschichte, denn sein Entdecker wurde ermordet. Solche Anekdoten machen das Museum lebendig.
Die letzte Welle der Vielfalt
Das Übersee-Museum präsentiert auch die letzten Vertreter ausgestorbener Arten, wie den Karolinasittich und die Wandertaube. Es ist faszinierend zu denken, dass weltweit zwischen 8 und 100 Milliarden Arten existieren, von denen jedoch nur etwa 2 Millionen bekannt sind. Lohrmann hat seit seiner Expedition rund 20 unbekannte Wespenarten erforscht und benannt. Bei der Namensgebung ist Kreativität gefragt! Ein Beispiel ist die Wespe „Hukawngepyris setosus“, die in Bernstein eingeschlossen ist und vor 100 Millionen Jahren lebte. Wenn das nicht beeindruckend ist, was dann?
Aber nicht nur die Natur hat ihren Platz im Übersee-Museum. Ein Blick über die Grenzen Bremens hinaus führt uns zu den britischen Kronjuwelen. Diese exquisiten Schätze sind nicht nur ein Symbol für Macht und Reichtum, sondern auch für die Geschichte und Tradition des britischen Königshauses. Die St.-Edwards-Krone, die für Krönungen verwendet wird, wurde 1661 aus massivem Gold gefertigt und enthält 444 Edelsteine und Perlen. Sie wiegt stolze 2,25 kg und erinnert an König Eduard den Bekenner.
Ein Blick auf die britische Pracht
Die Reichskrone, die 1838 für Königin Victoria angefertigt wurde, ist ein weiteres beeindruckendes Stück. Hergestellt aus Silber und mit Tausenden von Diamanten besetzt, wird sie bei feierlichen Anlässen, wie der Parlamentseröffnung, getragen. Die Krone der Königin Elizabeth, die für die Ehefrau von Georg VI. gefertigt wurde, ist mit dem legendären Koh-i-Noor-Diamanten geschmückt und wurde sogar bei der Krönung ihrer Tochter 1953 getragen. Diese Kronen sind nicht nur Schmuckstücke, sie erzählen Geschichten – von Macht, Verlust und Tradition.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist das Natural History Museum in London, das als eines der faszinierendsten Museen der Welt gilt. Hier werden Millionen Jahre Erdgeschichte und die Vielfalt des Lebens thematisiert. Von Dinosauriern bis hin zu Ökologie und Geologie – wer in London ist, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Der Eintritt ist sogar kostenlos! Ein echtes Highlight für alle, die sich für die Wunder der Natur interessieren.
