In der warmen Brise des Bremer Sommers wehte einiges an Aufregung durch die Beachhandball-Szenen. Die DHB Beach Championships, die wichtigsten Meisterschaften für die Landesauswahlen im Beachhandball, fanden kürzlich in Witten statt und zogen die besten Talente Deutschlands an. Die HVNB-Auswahlteams, die ebenfalls aus Bremen stammen, kämpften um den Titel – doch die Titelverteidigung blieb ihnen verwehrt. Die Mädchen belegten den zweiten Platz, während die Jungs sich mit dem dritten Platz zufriedengeben mussten. Ein spannendes Turnier, das die Talente glänzen ließ und gleichzeitig die Weichen für zukünftige Erfolge stellte.

Besonders herausragend war die Leistung von Greta Rothfeld, die nicht nur für den BHC Bremen und den SV Werder Bremen spielt, sondern auch zur wertvollsten Spielerin des Turniers (MVP) gekürt wurde. Trainerin Tanja Theilig sparte nicht an Lob und hoben hervor, wie sehr Greta das Team in kritischen Momenten anführen konnte. Doch die Spiele waren nicht ohne ihre Schwierigkeiten: Die HVNB-Mädchen erreichten zwar das Finale, mussten sich jedoch knapp gegen Schleswig-Holstein geschlagen geben. Ein trauriger Moment, besonders nachdem Torhüterin Zoë Grenz eine Rote Karte erhielt, die das Team schwächte. Vivien da Cruz, normalerweise Feldspielerin, sprang kurzerhand ins Tor, doch die HVNB-Werferinnen fanden im entscheidenden Shoot-out nicht die richtige Treffsicherheit.

Ein durchwachsenes Turnier

Die Jungs der HVNB hatten ebenfalls ihren Anteil an Hochs und Tiefs. Trainer Florian Honschopp war mit dem Ausgang des Turniers unzufrieden, nachdem die Mannschaft im Halbfinale gegen Sachsen verlor, trotz eines ersten Satzes, der Hoffnung versprach. Am Ende konnten sie sich im Spiel um die Bronzemedaille jedoch gegen Hamburg durchsetzen und damit zumindest einen kleinen Lichtblick mitnehmen. Es bleibt spannend, denn vier Bremer Talente haben die Chance, sich bei einem Lehrgang der U17-Nationalmannschaft in Châteauroux, Frankreich, zu beweisen. Dieser findet vom 11. bis 16. Juni statt und bietet eine exzellente Plattform zur Sichtung.

Die DHB Beach Championships sind nicht nur ein Wettkampf, sondern auch eine entscheidende Sichtungsmaßnahme für die Jugendnationalmannschaften im Beachhandball. Ab 2024 haben alle Landesverbände die Möglichkeit, ihre Talente im Rahmen der Championships zu präsentieren. Ein weiterer Grund, warum das Turnier in Witten so wichtig ist. In den nächsten Jahren werden die Championships zwei Jahre lang für den gleichen Doppeljahrgang ausgetragen, sodass die Talente des Jahrgangs 2010/11 im Sommer 2026 erneut die Bühne betreten können.

Der Blick in die Zukunft

Ein weiterer spannender Punkt ist die Ankündigung der U17-Europameisterschaften im Beachhandball, die vom 3. bis 6. Juli 2025 in Alanya, Türkei, stattfinden. Nationaltrainer Konrad Bansa und Dennis Redlich werden die besten Talente nominieren und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Die Jungs, darunter Vize-Weltmeister wie Bjarne Rollmann und Mads Krüger, haben große Erwartungen zu erfüllen. Bei den Mädchen gibt es keine Vertreterinnen des WM-Silbermedaillenteams, aber Hanna Denzler und Rebecca Kramer sind wieder mit von der Partie. Die Gruppenphase wird spannend, mit Gegnern wie Italien, Serbien und Kroatien.

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Die kommenden Monate versprechen also viel Action und Emotionen im Beachhandball. Die Bremer Talente haben viel zu zeigen und sind auf dem besten Weg, sich einen Namen zu machen. Und wer weiß – vielleicht werden wir schon bald wieder von Greta Rothfeld und ihren Mitstreitern hören, wenn sie die nächsten großen Herausforderungen annehmen.