In Bremen tut sich was! Und das ist nicht nur ein bisschen, sondern gleich mit einem großen Paukenschlag. Towergy, ein innovatives Unternehmen aus der Hansestadt, hat kürzlich den Prototyp einer Großwärmepumpe präsentiert, die weltweit ihresgleichen sucht. 14 Meter hoch ist dieser Klimaturm, der auf dem neuen Klimacampus, dem ehemaligen Kellogg-Areal, thront. Ein echtes Wahrzeichen für die grüne Zukunft, könnte man sagen!

Mit einer Leistung von 500 Kilowatt wird die Anlage nicht nur den Klimacampus selbst mit Wärme und Kälte versorgen, sondern auch mehrere Ateliers in der Umgebung. Das Besondere daran? Diese Wärmepumpe hat die Fähigkeit, im Winter Wärme und im Sommer Kühlung zu liefern. Ein wahres Multitalent also! Die Idee hinter diesem zukunftsweisenden Projekt stammt von Rolf Strauß, einem Mann, der sowohl Geschäftsführer von Towergy als auch Professor an der Hochschule Bremen ist. Sozusagen ein Kopf voller kluger Gedanken, der hier seine Vision verwirklicht.

Die Module des Klimaturms

Der Klimaturm besteht aus drei clever designten Modulen. Im unteren Modul findet sich der Maschinenraum mit der Wärmepumpe sowie der gesamten Elektrik und Steuerung. Das mittlere Modul beinhaltet einen Wärmetauscher, der durch die Ansaugung von Luft von allen vier Seiten arbeitet – ziemlich clever, oder? Und obendrauf sitzt das obere Modul mit Luftkanälen, Ventilatoren und Schalldämpfern. Ein durchdachtes System, das auch noch variabel in Größe und Leistung ist. Von 0,3 bis 1 Megawatt kann die Leistung angepasst werden, und die Kantenlängen variieren zwischen 3,8 und 5,6 Metern. Da kann man schon mal ins Staunen geraten!

Ein einzelner Klimaturm hat das Potenzial, bis zu 200 Haushalte im Bestand und sogar 400 Haushalte in Neubauten mit Wärme zu versorgen. Towergy ist ambitioniert und plant, ab dem kommenden Jahr diese Großwärmepumpen in Serie zu fertigen. In einem neuen Werk in Bremerhaven sollen jährlich 50 solcher Anlagen gebaut werden. Und das ist noch nicht alles: Der nächste Turm in Bremen ist bereits für 2028 im Hachez-Quartier in der Bremer Alten Neustadt geplant. Also, es wird spannend!

Der große Zusammenhang

Warum ist das alles so wichtig? Nun, der Druck zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz wächst weltweit. Großwärmepumpen könnten eine Schlüsseltechnologie zur Dekarbonisierung von Gebäuden, Industrie und Fernwärmesystemen werden. Diese Systeme gewinnen Wärme aus der Umwelt und wandeln sie in nutzbare Energie um. Die Funktionsweise ist dabei ganz clever: Ein Kompressor verdichtet ein Kältemittel, das Wärme aus der Umgebung aufnimmt. So kann man gleich mehrere Megawatt Wärmeleistung erzeugen und große Gebäudekomplexe oder sogar ganze Stadtteile versorgen.

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Die Flexibilität dieser Systeme ermöglicht ihren Einsatz in bestehenden und neuen Infrastrukturen. Sie können auch in intelligente Energiesysteme integriert werden. Ein Umdenken in der Gebäudewirtschaft ist dringend nötig, denn sie trägt erheblich zum Energieverbrauch und zu den CO2-Emissionen in Europa bei. Es braucht einen massiven Umbau der Heizsysteme, um die Klimaziele zu erreichen. Großwärmepumpen stellen eine nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen dar und verringern die Abhängigkeit von Erdgas und Öl.

Die Kombination mit erneuerbaren Energien, wie Solarthermie oder Photovoltaik, könnte die Energieversorgung optimieren und langfristig die Kosten senken. Politische Rahmenbedingungen sind entscheidend, um diese Technologien voranzubringen – Förderprogramme und gesetzliche Anreize sind notwendig. Erfolgreiche Modelle in Ländern wie Schweden und Dänemark zeigen, wie das gehen kann. Vielleicht können wir diese Ansätze auch hierzulande adaptieren. Wer weiß, was die Zukunft bringt!