Im Herzen von Bremen-Nord gibt es seit einiger Zeit einen frischen Wind, der die Atmosphäre im Caritasverband aufhellt. Natascha van den Boom, die neue Happiness Managerin, hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Wohlbefinden von rund 150 Mitarbeitern zu fördern und deren Zufriedenheit zu steigern. Mit einem klaren Ziel vor Augen – die Identifikation mit dem Leitbild der Caritas zu stärken – geht sie an die Arbeit. Ihre Rolle ist Teil des ESF-Projekts „Rückenwind 3“, das innovative Formate wie Podcasts, Newsletter und Workshops umfasst.
Doch was genau bedeutet es, eine Happiness Managerin zu sein? Oft wird dieser Begriff missverstanden, und viele denken an kurzfristige Stimmungserhöhungen oder oberflächliche Maßnahmen. Van den Boom hat jedoch einen ganzheitlichen Ansatz im Sinn. Sie strebt einen langfristigen Kulturwandel innerhalb des Verbands an, und das ist kein leichtes Unterfangen. Die Mitarbeiter, die in so unterschiedlichen Bereichen wie Jugendarbeit, Kindertagesstätten und Migrationsdiensten tätig sind, stehen vor diversen Herausforderungen. Resilienz und Gesundheit sind in den Kitas ein ganz anderes Thema als in der Verwaltung, und genau hier setzt Van den Boom an.
Ein kreativer Ansatz für mehr Zufriedenheit
Die Bildungswissenschaftlerin bringt nicht nur ihre langjährige Praxiserfahrung in der sozialen Arbeit mit, sondern auch eine klare Vision für die Zukunft. Im Rahmen des Projekts „Rückenwind 3“ wurde ihre Stelle geschaffen, um soziale Träger zukunftsfähig zu machen. Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist die Förderung transparenter Prozesse und eine offene Kommunikation. Mitarbeiter sollen aktiv mitgestalten können, was durch den neu ins Leben gerufenen Happiness Circle unterstützt wird. Dort werden Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter ermittelt, und die Rückmeldungen fließen direkt in konkrete Veränderungen ein.
Was sind denn nun die Ergebnisse dieser Initiative? Im Happiness Circle werden nicht nur kreative Projekte wie Podcasts und Social-Media-Auftritte angestoßen; es sind auch Workshops zu Teambildung, Konflikt- und Emotionsmanagement in Planung. Es ist bemerkenswert, wie ernst das Mitarbeiterfeedback genommen wird, und wie es die internen Strukturen und Kommunikationswege beeinflusst. Wertschätzung, Beteiligung und Gemeinschaft stehen dabei im Fokus – Elemente, die oft in der Hektik des Arbeitsalltags untergehen.
Gesundheitsförderung als Schlüssel
Ein weiterer wichtiger Baustein des Konzepts ist die Gesundheitsförderung, die in Kooperation mit einer Krankenkasse angeboten wird. So wird nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht, sondern auch die Fachkräftesicherung des Caritasverbands gestärkt. Denn in einer Zeit, in der die Anforderungen an soziale Träger stetig wachsen, ist es unerlässlich, gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter zu haben.
Die Forschung zeigt, dass Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg eng miteinander verknüpft sind. Eine Längsschnittstudie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat aufgedeckt, dass die Zufriedenheit der Beschäftigten mit ihrem Beruf und Arbeitsumfeld einen direkten Einfluss auf die Produktivität hat. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Initiativen wie die von Van den Boom nicht nur gut für die Mitarbeiter sind, sondern auch für die Organisation selbst. Wir dürfen gespannt sein, welche Entwicklungen und positiven Veränderungen in Bremen-Nord noch bevorstehen – vielleicht mit einem kleinen Schuss Glück und einer großen Portion Engagement.