Die A27, eine der wichtigen Verkehrsadern Bremens, sorgt momentan für einige Aufregung. Seit dem 29. April ist der Abschnitt zwischen Bremen-Horn-Lehe und Bremen-Vahr in den Nächten von Mittwoch auf Donnerstag von 22 bis 5 Uhr voll gesperrt. Grund für die nächtlichen Einschränkungen sind genehmigte Schwertransporte, die auf die Gegenfahrbahn ausweichen müssen – und das betrifft vor allem den Brückenteil von 1971, der immer mehr in die Jahre kommt. Während das Bauwerk aus dem Jahr 1937 als nicht mehr tragfähig gilt, wird die Situation immer prekärer.

Die Sperrungen gelten bis auf Weiteres, mit einer Ausnahme: In der Nacht vor Himmelfahrt, also vom 13. auf den 14. Mai, wird es keine Einschränkungen geben. Das klingt fast wie ein kleiner Lichtblick für die Autofahrer. Dennoch, die Langfrist-Planungen für den Neubau beider Brückenteile sind bereits in vollem Gange. Die Vollsperrung ermöglicht es den Schwertransporten, die Richtung Bremerhaven und Cuxhaven verkehrt sind, sicher zu passieren. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Unterführung der Leher Heerstraße ist seit Ende 2025 für Fahrzeuge über 120 Tonnen nicht mehr geeignet.

Details zur Brücke und den Bauarbeiten

Die Brücke über die Leher Heerstraße hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Tatsächlich stammt der östliche Teil von 1937, während das westliche Teilbauwerk erst 1971 errichtet wurde. Eine detaillierte Statik-Berechnung hat ergeben, dass das alte Bauwerk entlastet werden muss, was zur Herabstufung der Brückenklasse von 45 auf 30 führte. Schwerlast-Lkw über 90 Tonnen, die nördlich fahren, müssen alternative Routen wählen. Transportfahrzeuge, die bis knapp 120 Tonnen wiegen und bei günstigen Achslasten unterwegs sind, können aber weiterhin die Autobahn nutzen.

Der Verkehr wird während der Bauzeit über das neuere Teilbauwerk geleitet, wo es allerdings auch zu verengten Fahrspuren kommen wird. Ein bisschen Geduld ist also gefragt. Der Baubeginn für die Neubauten ist für Mitte kommenden Jahres geplant, und die Autobahn GmbH hat bereits die ersten vorbereitenden Maßnahmen in die Wege geleitet. So war von 10. April bis 26. April in Richtung Walsrode nur ein Fahrstreifen verfügbar. Ganz schön viel los für die Autofahrer, die auf diesen Strecken unterwegs sind!

Verkehrslenkungen und Umleitungen

Die Umleitungen sind ebenfalls ein wichtiges Thema. In Richtung Bremerhaven und Cuxhaven wird der Verkehr ab der Anschlussstelle Vahr bis Horn-Lehe umgeleitet. Wer hingegen von Horn-Lehe in Richtung Walsrode unterwegs ist, muss bis zur Anschlussstelle Vahr fahren. So wird das Verkehrschaos ein wenig entzerrt – man muss sich nur darauf einstellen, dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann. Der Schwerlastverkehr in Richtung Süden bleibt von den Einschränkungen größtenteils unberührt, was für einige Fahrer eine Erleichterung darstellen dürfte.

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Die Autobahn GmbH hat eine Projektseite zum Neubau eingerichtet, auf der man sich über den aktuellen Stand informieren kann. Das ist doch mal eine gute Sache, oder? Denn Transparenz ist wichtig, besonders wenn es um etwas so Essentielles wie die Verkehrsinfrastruktur geht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird. Für die Anwohner und Pendler in Bremen heißt es jetzt erst einmal: Augen auf und gut vorbereiten!