In den letzten Tagen hat die Bremer Neustadt wieder einmal von sich reden gemacht – und leider nicht im positiven Sinne. Am Mittwoch wurde ein Mann durch Schüsse in die Beine verletzt. Ein beunruhigendes Ereignis, das die Anwohner aufhorchen lässt. Der mutmaßliche Täter, ein 26-jähriger Tschetschene mit russischer Staatsbürgerschaft, wurde bereits festgenommen. Interessanterweise basiert der Haftbefehl gegen ihn nicht auf diesem Vorfall, sondern auf einer früheren Verurteilung wegen räuberischer Erpressung. Das bringt einen ins Grübeln: Wie oft stehen wir solchen Menschen in unserem Alltag gegenüber, ohne es zu wissen?
Am Donnerstag wurden die Gerichtsurteile gefällt, und der Beschuldigte erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Man könnte meinen, das sei eine Art von Gerechtigkeit, aber der Mann hatte keinen festen Wohnsitz in Bremen, was zur Erlassung des Haftbefehls führte. Merkwürdige Umstände, oder? Es gibt noch mehr zu berichten: Gemeinsam mit dem Verdächtigen wurden drei weitere Personen festgenommen, die jedoch wieder auf freiem Fuß sind. Die Ermittlungen laufen, und ein Sprecher der Staatsanwaltschaft hat angedeutet, dass kein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und einer gewalttätigen Serie von Schüssen im März besteht. Aber da sind wir wieder beim Thema – wie viele Fragen bleiben unbeantwortet?
Eine Serie von Vorfällen
Im März dieses Jahres hat Bremen bereits eine Reihe von Schusswaffen-Vorfällen erlebt. Fünf Menschen wurden insgesamt verletzt, und der erste Vorfall ereignete sich am 1. März in der Überseestadt, als ein 43-Jähriger in die Beine geschossen wurde. An diesem Abend kam es zu einer mutmaßlichen Vergeltungstat. Die Situation eskalierte weiter – am 17. März wurde ein Mann in der Kornstraße erschossen, und am 28. März wurde an einem Kiosk in der Neustadt ein weiterer Mann durch mehrere Schüsse in die Beine verletzt. Und das ist noch nicht alles! Am 31. März wurde ein 60-Jähriger in Kattenturm beim Verlassen seines Hauses niedergeschossen. Es ist wirklich erschreckend, wie schnell solche Ereignisse sich häufen können.
Und dann, ganz frisch, ist am Dienstagmorgen ein weiterer Mann in Kattenturm durch Schüsse in die Beine verletzt worden. Die Zeugen hörten gegen acht Uhr Schüsse am Arsterdamm in der Nähe der Kattenturmer Heerstraße. Die Polizei war schnell vor Ort und fand den Verletzten, der schwer verletzt in eine Klinik gebracht werden musste. Man fragt sich: Wo führt das alles hin? Das Gebiet wurde umgehend abgesperrt, und Spurensicherungsmitarbeiter waren im Einsatz. Leider bleibt von dem Täter bisher jede Spur verschwunden. Die Fahndung wird von der niedersächsischen Polizei unterstützt, und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Hinweise werden erbeten – auch anonym über ein Online-Portal. Die Sonderkommission „Fokus“ überprüft mögliche Zusammenhänge mit anderen Taten.
Ein besorgniserregendes Bild
Die Vorfälle in Bremen zeigen, wie schnell das gesellschaftliche Klima kippen kann. Eine Stadt, die für ihre Lebensqualität bekannt ist, wird plötzlich von solcher Gewalt erschüttert. Auch die Anwohner in der Neustadt sind verunsichert. Wie sicher ist man hier eigentlich noch? Ein 25-jähriger Mann wurde am Wochenende in der Neustadt mehrfach beschossen und kam mit schweren Verletzungen in die Klinik, auch wenn keine Lebensgefahr bestand. All diese Vorfälle werfen ein besorgniserregendes Licht auf die Sicherheit in unserer Stadt.
Es bleibt abzuwarten, was die Ermittlungen ergeben und ob Verbindungen zwischen den verschiedenen Taten aufgedeckt werden können. Die Menschen in Bremen wünschen sich nichts sehnlicher, als dass die Ruhe in ihre Stadt zurückkehrt – und das möglichst schnell. Es ist eine ungewisse Zeit, in der wir leben, und jeder Vorfall trägt zur Unsicherheit bei. Man fragt sich, wie lange das noch so weitergehen kann.
