Heute ist der 11.05.2026 und hier in Strom gibt es Neuigkeiten, die für die Bürger und die gesamte Region von Bedeutung sind. Die swb hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren operativen Ergebnis abgeschlossen, was auf den ersten Blick positiv klingt. Der Konzernumsatz lag bei etwa 1,67 Milliarden Euro – ein kleiner Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 1,7 Milliarden Euro. Der Grund für diesen Rückgang? Geringere Erlöse aus der Stromvermarktung aufgrund niedrigerer Marktpreise und gesunkener Marktanteile. Das Leben ist eben kein Zuckerschlecken, nicht wahr?
Doch es gibt auch Lichtblicke! Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf rund 1,6 Milliarden Euro, im Vergleich zu 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Das zeigt, dass die swb trotz der Herausforderungen das Ruder herumreißen konnte. Die Investitionen wurden auf ca. 265 Millionen Euro erhöht – das sind 78 Millionen Euro mehr als 2024. Die Schwerpunkte liegen klar auf den Strom- und Wärmenetzen sowie auf Anlagen zur Energieerzeugung. Auch die thermische Verwertung von Abfällen und Klärschlamm ist ein wichtiges Thema, das nicht unbeachtet bleiben sollte.
Ein Blick in die Zukunft
Das Konzernergebnis allerdings sank auf 79,4 Millionen Euro, was im Vergleich zu 128,3 Millionen Euro im Vorjahr eine ernüchternde Nachricht ist. Hauptverantwortlich waren Bewertungseffekte bei Derivaten, die das Ergebnis stark beeinflusst haben. Für 2026 erwartet die swb ein operatives Ergebnis, das leicht unter dem Niveau von 2025 liegen wird. Da spielen geopolitische Ereignisse als ungewisse Einflussfaktoren eine nicht unerhebliche Rolle. Man kann nur hoffen, dass sich die Lage nicht zuspitzt.
Ein Blick in die Zukunft zeigt allerdings auch große Pläne: Über 500 Millionen Euro sollen in neue Umspannwerke investiert werden. In Bremen und Bremerhaven hat der Ausbau der Fernwärme bereits begonnen, und weitere Gebiete sollen folgen. Dies könnte eine positive Entwicklung für die Umwelt und die Bürger darstellen. Zudem plant die swb eine Anlage zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) am Kraftwerksstandort Hafen, was für frischen Wind in der Energiepolitik sorgen könnte. Das CO₂ aus dem Mittelkalorik-Kraftwerk soll sogar in der Nordsee gespeichert werden. Spannend, oder?
Ein Blick über den Tellerrand
Aber das ist nicht alles, was die Energieversorgung betrifft. Der BDEW hat in seinem Jahresbericht „Die Energieversorgung 2025“ aktuelle Zahlen präsentiert, die auch für Bremen von Interesse sind. Der Primärenergieverbrauch bleibt nahezu unverändert, was zeigt, dass wir uns in einem stabilen Umfeld bewegen. Interessanterweise ist der Stromverbrauch leicht gesunken, während der Gas- und Fernwärmeverbrauch aufgrund kühlerer Temperaturen steigt. Ein nicht zu vernachlässigender Trend!
Die Investitionen der Energieversorger in die Netzinfrastruktur sind deutlich gestiegen. Norwegen bleibt der Hauptlieferant für Pipeline-Erdgas, und die LNG-Importe kommen überwiegend aus den USA. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat leicht zugenommen, was eine erfreuliche Wendung darstellt. Der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch ist auf stolze 56 % angewachsen, und es gab über 5 GW Zubau bei Wind an Land. Da kann man doch nur hoffen, dass dieser Trend anhält!
Die Elektromobilität wird ebenfalls immer wichtiger. Mit 9,0 GW Ladeleistung und über 190.000 Ladesäulen ist der Fortschritt nicht zu übersehen. Die ultra-schnellen Lader haben dabei am stärksten zugelegt. Und nicht zu vergessen – über zwei Drittel der Neubauwohnungen werden mit Elektro-Wärmepumpen geplant. Das klingt nach einer zukunftsfähigen Entwicklung!
So viel Veränderung und Innovation in der Energiebranche – es bleibt spannend. Hoffen wir, dass die swb die Herausforderungen meistert und Bremen auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft voranbringt!