Heute ist der 13.07.2026 und wir werfen einen Blick auf das spannende Geschehen in Görlitz, einer Stadt, die sich mit viel Elan auf den Weg zur Klimaneutralität bis 2030 begibt. Es gibt wohl kaum ein aufregenderes Projekt als die grenzüberschreitende Wärmeversorgung, die nicht nur Görlitz selbst, sondern auch die polnische Nachbarstadt Zgorzelec in ein neues Kapitel der Energieversorgung führen soll. Ein echtes Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Herzen Europas!

Der Umbau der Energieversorgung in Görlitz ist nicht nur ein Ziel, das 2019 formuliert wurde, sondern hat sich zu einem umfassenden Transformationsprozess entwickelt. Unter der Leitung von Oberbürgermeister Octavian Ursu, der 2019 ins Amt gewählt wurde, wurde das ambitionierte Vorhaben mit konkreten Maßnahmen untermauert. Ein Leitfaden aus dem Jahr 2020 und das Forschungsprojekt TRUST haben dabei maßgeblich zur Unterstützung beigetragen. Rund 40 Vertreter aus verschiedenen Bereichen arbeiten zusammen, um Konzepte in den Bereichen Energie, Mobilität, Bauen, Bildung und Stadtentwicklung zu entwickeln. Ein echtes Gemeinschaftswerk!

UNITED HEAT: Wärme für die Zukunft

Das größte Infrastrukturprojekt in Görlitz, „UNITED HEAT“, verspricht eine grenzüberschreitende Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Die geplante Anbindung der Fernwärmenetze von Görlitz und Zgorzelec ist ein echtes Highlight! In den kommenden Jahren sollen dazu etwa 12 Kilometer neue Leitungen verlegt werden, was rund 195 Millionen Euro kosten soll. Ein großer Teil der Finanzierung kommt von der EU und dem Bund – ohne diese Unterstützung wäre das Projekt wohl nur schwer realisierbar. Der erste Spatenstich ist für März 2026 geplant, das ist ein Datum, auf das viele bereits sehnlichst warten.

Der geplante Energiemix sieht ganz schön vielversprechend aus: 48% sollen aus Biomasse stammen, 33% aus Wärmepumpen und 17% aus Solarthermie. Und hier kommt die innovative Freiflächen-Solarthermieanlage ins Spiel, die auf einer Kollektorfläche von etwa 4 Hektar installiert werden soll. Diese Anlage wird im Sommer Wasser im Wärmespeicher erhitzen und im Winter Wärme für das Fernwärmenetz bereitstellen – einfach genial!

Herausforderungen und Potentiale

Natürlich stehen dem Ganzen auch Herausforderungen gegenüber. Die demografischen Veränderungen, knappe kommunale Mittel und die Verbindung von Klimaschutz mit wirtschaftlicher Entwicklung sind nur einige der Hürden, die es zu meistern gilt. Dennoch zeigt die Stadt mit ihren sieben Auszeichnungen beim European Energy Award, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Und ganz ehrlich, das Potenzial ist riesig! Rund 5.000 leerstehende Wohnungen könnten genutzt werden. Ein zusätzlicher Wohnraumbedarf entsteht durch das Deutsche Zentrum für Astrophysik, das sich in der Region ansiedeln möchte.

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Zusätzlich wird das Projekt „Energizing Borders“ ins Leben gerufen, um grenzüberschreitende Energiegemeinschaften aufzubauen und Netzengpässe zu überwinden. Das ist gerade in Zeiten, in denen der Klimaschutz nicht nur eine lokale, sondern eine globale Herausforderung darstellt, von enormer Bedeutung. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen könnte dabei als Vorbild für andere Regionen dienen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Fernwärmetrasse wird über das Gelände des Klärwerks im Görlitzer Norden verlaufen. Hierbei soll Klärgas nicht nur zur Ökostromerzeugung genutzt werden, sondern auch regionale Haushalte versorgen. Die Einbindung bestehender Blockheizkraftwerke (BHKWs) mit einer thermischen Leistung von etwa 240 kW ins Fernwärmenetz wird ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. Und die Nutzung von Abwasser und Abwärme als wertvolle Ressourcen ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die geplante Biomasseheizung in der Nähe des Bahnhofs sowie das polnische Biomasseheizwerk, das mit Holzhackschnitzeln arbeitet, sind weitere Elemente, die zur Klimaneutralität beitragen sollen. Der Weg ist klar: Es geht nicht nur um neue Technologien, sondern auch um einen bewussten Umgang mit unseren bestehenden Ressourcen. In einer Zeit, in der die Welt nach Lösungen sucht, wird Görlitz zur Vorreiterin für nachhaltige Stadtentwicklung. Wie aufregend!

Die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist essenziell für den Erfolg dieser Projekte. Und auch wenn die Herausforderungen groß sind – die Vision der Klimaneutralität wird Görlitz zu einer Energie-Kommune des Monats Juli 2026 machen, und das ist erst der Anfang!