Weseruferpark: Ein neues Paradies für Erholungssuchende in Bremen
Ein Ort der Ruhe, ein Stück Natur mitten in der Stadt – der Weseruferpark in Rablinghausen hat sich in diesem Jahr ordentlich herausgeputzt. Die Modernisierung, die im März 2023 ihren Anfang nahm, wurde mit viel Hingabe vom Umweltbetrieb Bremen durchgeführt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Breitere Wege, neue Aufenthaltsbereiche und ein barrierefreier Zugang machen den Park jetzt noch einladender. Es ist, als hätte die Natur selbst einen neuen Anstrich bekommen.
Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft stellte die Neuerungen vor und zeigte sich begeistert. Die ursprünglichen, schmalen Wege waren einfach nicht mehr zeitgemäß – für den zunehmenden Rad- und Fußverkehr waren sie viel zu eng. Nun, die Wege wurden auf vier Meter verbreitert, und das sorgt für ein ganz neues Gefühl, wenn man durch den Park schlendert. Besonders die neue barrierefreie Anbindung vom Promenadenweg zur Straße Zum Lankenauer Höft ist ein echter Gewinn. Und auch die Sitzgelegenheiten entlang der Wege – Bänke mit barrierefreien Sitzplätzen, die dazu einladen, eine Pause einzulegen und den Blick über die Weser schweifen zu lassen – sind eine willkommene Neuerung.
Geschichte und Gestaltung des Parks
Wusstet ihr, dass der Weseruferpark bereits 1970 unter der Federführung des Hamburger Architekten Karl-Georg Lindenlaub angelegt wurde? An dieser Stelle war einst das Dorf Lankenau, das im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Doch das Dorf musste weichen, als die Weser vertieft und der Neustädter Hafen angelegt wurde. Ausgebaggerter Sand formte dann den Park, der heute eine Fläche von rund 22 Hektar umfasst. Die Gestaltung dauerte stolze vier Jahre und wurde mit viel Liebe zum Detail vollbracht. Der Park bietet nicht nur weite Wiesenflächen, sondern auch einen langen Spazierweg und zahlreiche Sitz- und Spielmöglichkeiten.
Die Flora im Weseruferpark ist ebenso beeindruckend wie die Gestaltung. Mit insgesamt 112 Arten aus 32 Familien, darunter standortgerechte Sträucher wie Wildrosen und Blasenstrauch, ist der Park ein kleines Paradies für Pflanzenliebhaber. Ergänzt wird die Bepflanzung durch exotischere Gewächse wie den Südlichen Zürgelbaum, Zitterpappeln und Feldahorne. Auch maritime Kunstobjekte, wie das hölzerne Seemannskreuz, das für den Stadtteil von Bedeutung ist, wurden sorgfältig erhalten. Man könnte sagen, der Park erzählt eine Geschichte – von der Natur, der Stadt und ihrer Geschichte.
Ein Ort für alle
Die neuen Liegebänke, die in verschiedenen Blickrichtungen aufgestellt sind, laden dazu ein, die Seele baumeln zu lassen. Die Betonmauern am Hügel und Fähranleger wurden mit Holzauflagen versehen, was eine harmonische Verbindung zur Natur schafft. Und die maritime Note des Parks – verteilt durch Anker, Bojen und Dauben – verstärkt das Gefühl, hier an der Weser zu sein, fernab des hektischen Stadtlebens. Wenn ihr durch den Park schlendert, könnt ihr die frische Brise der Weser genießen und den Blick auf die Hafenanlagen werfen. Ein echtes Erlebnis!
Der Weseruferpark ist natürlich nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein wichtiger Teil der Freiraumstruktur Bremens. Diese hat historisch gewachsene Komponenten, die bis ins Stadtzentrum reichen. Mit einer Gesamtfläche von 3.403 Hektar an Grünanlagen in Bremen, was etwa 10,5 % der Stadtfläche entspricht, gibt es hier für jeden ein Stück Natur, das zum Verweilen einlädt.
Ob man auf dem langen Spazierweg ein paar Schritte macht oder einfach nur die Aussicht auf die Weser genießt – der Weseruferpark ist ein Ort, an dem man die Hektik des Alltags vergessen kann. Und das Beste: Der Park ist mit dem Bus gut erreichbar. Ein perfekter Ort, um einen sonnigen Nachmittag zu verbringen! Vielleicht packt ihr euch ein Picknick und macht es euch auf einer der neuen Bänke bequem. Es gibt viel zu entdecken und zu genießen!
