Heute ist der 23.04.2026 und wir blicken auf die wertvolle Arbeit von Larissa Kroll, einer engagierten Hebamme im Geburtshaus Findorff. Seit viereinhalb Jahren betreut sie hier jährlich rund 50 Kinder und deren Familien. Ihr Beruf bedeutet für sie weit mehr als nur die Begleitung von Geburten; es ist eine Berufung, die geprägt ist von Selbstständigkeit und ganzheitlicher Betreuung.

Doch die Herausforderungen in der Geburtshilfe wachsen: Ab Ende 2025 wird ein neuer Hebammenhilfevertrag in Kraft treten, der laut Kroll insbesondere für freiberufliche Hebammen problematisch sein könnte. Sie und der Bremer Hebammenverband beobachten die Auswirkungen dieses neuen Vertrags sorgsam. Der Deutsche Hebammenverband hat bereits juristische Schritte eingeleitet, um gegen die drohenden Leistungskürzungen vorzugehen. Ab Mitte Mai wird der GKV Anpassungen vornehmen müssen, um den neuen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Die Realität im Geburtshaus

Kroll, die 2018 ihre Ausbildung zur Hebamme nach einem Bachelor in Politikwissenschaften begann, hat in ihrem Beruf bereits viel erlebt. Ihre längste betreute Geburt dauerte beeindruckende 26 Stunden, und sie hat auch schon 36 Stunden am Stück im Geburtshaus verbracht. Die Arbeit ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch emotional fordernd. Die Natur der Geburten ist oft unplanbar, was Kroll als spannend empfindet.

Im Geburtshaus werden vorwiegend risikoarme Geburten betreut. Mehrlingsgeburten und Frühchen sind jedoch in Kliniken besser aufgehoben. Während in Bremen Beleghebammen weniger verbreitet sind, haben auch die außerklinischen Hebammen mit den Auswirkungen des neuen Vertrags zu kämpfen. Kroll und ihre Kolleginnen haben nicht vor, die Geburtshilfe aufzugeben; sie verfolgen die Entwicklungen mit der Hoffnung auf Verbesserungen.

Fortschritte und Herausforderungen

Eine der Herausforderungen, die Kroll anspricht, ist die zunehmende Größe der Köpfe von Neugeborenen, die evolutionsbedingt immer größer werden. Dies macht Geburten nicht nur schwieriger, sondern erfordert auch mehr Expertise von Hebammen. Kroll wünscht sich eine bessere Bezahlung für ihre Arbeit und mehr Nachwuchs in diesem Berufsfeld. Die Expertise der Hebammen muss innerhalb der Geburtshilfe stärker wahrgenommen werden.

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Eltern, die Kroll betreut hat, berichten von der warmen und ermutigenden Atmosphäre im Geburtshaus. Sie spüren die Leidenschaft und das Engagement, mit dem Kroll und ihre Kolleginnen bei der Sache sind. Trotz der Herausforderungen, die auf sie zukommen, bleibt Kroll optimistisch und äußert den Wunsch, eines Tages eigene Kinder zu bekommen, wobei sie die damit verbundenen Herausforderungen nicht unterschätzt.

Die Entwicklungen im Bereich der Hebammenhilfe sind nicht nur für die Hebammen selbst von Bedeutung, sondern auch für die Familien, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind. In einer Zeit, in der die Qualität der Geburtshilfe immer mehr in den Fokus rückt, bleibt zu hoffen, dass die Stimmen der Hebammen Gehör finden und die notwendigen Anpassungen für eine bessere Betreuung aller werdenden Eltern unternommen werden.