Am Freitagabend, dem 28.04.2026, fand im Rahmen der 20. Jazzahead am Europahafen ein stimmungsvolles Jazzkonzert statt, das afrikanische Klänge mit norddeutschem Wind vereinte. Kossi Mawun, ein talentierter Musiker aus Togo, reiste extra an, um das Publikum mit seinem Trio zu begeistern. Doch die Kälte des Nordwestwinds hielt viele Zuschauer davon ab, bis zum Schluss zu bleiben, was sich besonders bei Mawuns Auftritt bemerkbar machte. Die Veranstaltung fand auf dem Dach von Fietes Hafenbar statt, einem Ort, der trotz der frostigen Temperaturen für seine gemütliche Atmosphäre bekannt ist.
Die Jazzahead, die in den letzten drei Jahren Afrika als Themenschwerpunkt hatte, bot am Freitagabend ein spannendes Programm. Die ersten Klänge entboten Djim Radé & L’académie Jazz Education Tchad, die mit einer faszinierenden Mischung aus tschadischen Traditionen, Jazz und Funk das Publikum mitreißten. Radé hatte sogar einige seiner Studenten mitgebracht, die live Musik aus dem Tschad präsentierten. Anschließend folgte Sahad aus Dakar, Senegal, der mit seiner Band die Einflüsse von Größen wie Fela Kuti und Bob Marley aufgreift und damit das Publikum in seinen Bann zog.
Ein Abend voller musikalischer Vielfalt
Trotz der geringen Zuschauerzahl, die Kossi Mawun bei seinem Auftritt vorfand, war die musikalische Reise, die dieser Abend bot, unvergleichlich. Mawun, dessen Musik tief in den afrikanischen Wurzeln verwurzelt ist, konnte nur einen Teil der Zuhörer erreichen, da viele bereits vor seinem Auftritt die Kälte nicht mehr ertrugen. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Veranstaltungen der Jazzahead, die im nächsten Jahr die Pazifik-Region als Themenschwerpunkt haben werden, eine breitere Zuhörerschaft anziehen können.
Jazz selbst hat eine lange und bewegte Geschichte, die nicht nur in den USA ihren Ursprung hat, sondern auch stark mit afrikanischen Traditionen verbunden ist. Mitte des 20. Jahrhunderts kam der Jazz durch Massenmedien zurück nach Afrika, wo er neue Verbindungen schuf und die Musikszene der Kontinente miteinander verwob. Diese kulturellen Austauschprozesse sind von großer Bedeutung und werden durch Events wie die Jazzahead weiter gefördert.
Blick in die Zukunft der Jazzahead
Die Jazzahead hat sich über die Jahre als Plattform für internationale Künstler und deren Einflüsse etabliert. Mit dem geplanten Themenschwerpunkt auf die Pazifik-Region im nächsten Jahr wird die Veranstaltung weiterhin für frischen Wind in der Jazzszene sorgen. Es bleibt spannend zu beobachten, welche neuen Klänge und Talente aus dieser Region nach Bremen kommen werden.
Für die Zuhörer, die sich trotz der Kälte auf das Konzert eingelassen haben, war der Abend ein besonderes Erlebnis. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Musik keine Grenzen kennt und die Menschen auch bei frostigen Temperaturen zusammenbringen kann. Die Jazzahead bleibt ein bedeutender Treffpunkt für Jazzliebhaber und eine Plattform für die Vielfalt der Musik.