In Niedersachsen zeigen die Zahlen, dass der Sport wieder floriert. Rund jeder dritte Niedersachse ist in einem Sportverein aktiv, und die Mitgliederzahlen sind von 2012 bis 2022 zwar gesunken, haben jedoch das damalige Niveau fast wieder erreicht. Im vergangenen Jahr waren etwa 2,7 Millionen Menschen Mitglied in einem Sportverein, was einen Anstieg von knapp 15.000 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies entspricht beinahe 200.000 mehr als im Jahr 2022. Sportministerin Daniela Behrens (SPD) deutet dies als starkes Signal für die Gemeinschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Vorstandschef des Landessportbundes, Reinhard Rawe, hebt hervor, dass Sport ein zentraler Bestandteil des demokratischen Miteinanders sei. In diesem Licht betrachtet, ist die Unterstützung des Landes Niedersachsen für den Bau von Vereinssportstätten in diesem Jahr mit 10 Millionen Euro und den Bau kommunaler Sportstätten mit 15 Millionen Euro von großer Bedeutung. Diese Rekordinvestitionen zielen darauf ab, Hallen, Plätze und Lehrschwimmbecken zu sanieren, um eine zeitgemäße und barrierearme Infrastruktur zu schaffen.
Gesundheit und Lebensqualität im Fokus
Behrens betont, dass diese Investitionen nicht nur in die baulichen Gegebenheiten fließen, sondern auch eine klare Investition in die Gesundheit, das Ehrenamt und die Lebensqualität der Menschen in Niedersachsen darstellen. Über 2,6 Millionen Bürger sind in rund 9.100 Vereinen des Landessportbundes Niedersachsen (LSB) aktiv, was Niedersachsen im innerdeutschen Vergleich eine hohe Sportbeteiligung bescheinigt. Der Sport wird als zentraler Bestandteil der Kultur und des gesellschaftlichen Zusammenhalts wahrgenommen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sportförderpolitik des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Digitalisierung, die Breiten-, Spitzen- und Behindertensport umfasst. Die finanzielle Unterstützung wird auf Grundlage des Niedersächsischen Sportfördergesetzes (NSportFG) gewährt, welches einen Rechtsanspruch auf finanzielle Unterstützung für den LSB und angeschlossene Sportorganisationen festlegt. Seit 2020 erhält der LSB jährlich 35,2 Millionen Euro als Finanzhilfe, ergänzt durch 31,5 % der Mehreinnahmen aus Glücksspielabgaben.
Zukunftsorientierte Entwicklungen
Die Fördermittel fließen in zahlreiche Bereiche, darunter die Breitensportförderung, Leistungssportförderung, die Aus- und Fortbildung sportfachlicher Mitarbeiter sowie den Vereinssportstättenbau. Von 2019 bis 2022 wurde ein 100 Millionen Euro umfassendes Sportstättensanierungsprogramm aufgelegt, und im Jahr 2025 wird ein neues Sportstätteninvestitionsprogramm zur Stärkung der Infrastruktur in Niedersachsen ins Leben gerufen. Dabei wurden 80 Millionen Euro für kommunale und 20 Millionen Euro für Vereinssportstätten bereitgestellt.
Die hohe Mitgliederzahl im Sport belegt die Wirksamkeit der öffentlichen Sportförderung und zeigt, dass ein bedarfsorientierter sowie zukunftsträchtiger Sportstättenbau für die Sportausübung unerlässlich ist. Niedersachsen setzt somit auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Sportverwaltung und Sportselbstverwaltung, um die Sportlandschaft nachhaltig zu stärken.