Heute ist der 5. Mai 2026, und die Fußballwelt in Bremen und darüber hinaus hat einen neuen Aufreger: Ricarda Walkling verlässt Werder Bremen und zieht es zu Borussia Dortmund. Die 29-jährige Mittelfeldakteurin, die seit 2020 das grün-weiße Trikot getragen hat, hat nun einen Vertrag bis 2029 bei den Schwarz-Gelben unterschrieben. Ein Schritt, der für viele überraschend kommen mag, aber bei näherer Betrachtung durchaus Sinn macht.
Die Regionalliga West ist derzeit ein heißes Pflaster. Dortmund ist auf dem 2. Platz, nur zwei Punkte hinter dem Tabellenführer 1. FC Köln II. Beide Teams haben in dieser Saison von 22 Spielen nur vier nicht gewonnen, was die Meisterschaft zu einem spannenden Rennen macht. Walklings neuer Verein hat sogar einen aberkannten Sieg aufgrund eines Wechselfehlers hinnehmen müssen – kein schöner Moment, aber es zeigt, wie eng es in dieser Liga zugeht. Die Meisterschaft umfasst 26 Spieltage, und nach Abschluss dieser Runde trifft Dortmund auf den 1. FC Saarbrücken, der in der Regionalliga Südwest schon als Erstplatzierter feststeht.
Ein neuer Abschnitt
Im Interview hat Walkling ihre Beweggründe für den Wechsel offenbart. „Der Plan und die Ziele des Vereins haben mich überzeugt“, sagt sie mit einem Funkeln in den Augen. Borussia Dortmund, ein großer Klub in Deutschland – das ist für sie nicht nur ein Job, sondern eine Herzensangelegenheit. Sie trifft Entscheidungen aus dem Bauch heraus, und in diesem Fall war das Bauchgefühl ganz klar. „Ich bin stolz, Teil des Teams zu werden“, fügt sie hinzu. Es klingt ehrlich, fast ein bisschen euphorisch.
In ihrer Zeit bei Werder Bremen hat sie in jeder Saison mindestens 15 Bundesliga-Einsätze absolviert, in dieser Saison waren es bereits 17. Ihre Stärken, wie sie selbst beschreibt, liegen in der Ballsicherheit und Passgenauigkeit. „Ich möchte Ruhe ausstrahlen, Verantwortung übernehmen und meine Erfahrung einbringen“, so Walkling über ihre zukünftige Rolle beim BVB. Sie sieht diesen Wechsel zwar als Schritt zurück in der Liga, aber die positiven Bedingungen und der Verein selbst überzeugen sie. Das ist ein Zeichen von Mut und Weitsicht.
Ein Blick in die Zukunft
Die Geschäftsführerin von Borussia Dortmund, Svenja Schlenker, hat sich ebenfalls positiv über die Verpflichtung geäußert und hebt Walklings Erfahrung hervor. Schlenker leitet seit der Gründung der Frauenabteilung 2021 den Frauenfußball bei Dortmund und weiß, dass solche Spielerinnen wie Walkling entscheidend für den Erfolg des Teams sind. “Wir wollen mit diesem Team in die erste Liga”, so der klare Kurs. Walkling ist bereit, mit Dortmund diesen Weg zu gehen und hat große Ziele. Sie möchte gesund bleiben und den Fußball genießen, doch der Traum von der ersten Liga schwebt immer im Hinterkopf. Klar, das ist kein Zuckerschlecken, aber die Ambitionen sind da.
Wenn man sich die Entwicklung des Frauenfußballs in den letzten Jahren anschaut, ist es beeindruckend zu sehen, wie viele Talente und starke Persönlichkeiten wie Ricarda Walkling ihren Weg gehen. Es bleibt spannend, was die nächsten Spiele bringen – sowohl für Dortmund als auch für Walkling selbst. Man kann nur hoffen, dass ihre Reise voller Höhen und unvergesslicher Momente sein wird. Ein Neuanfang auf den man gespannt sein darf!