Vom Bunker zur digitalen Festung: Bremens geheime Rechenzentren im Wandel der Zeit
Im Herzen von Walle, dort wo die Wellen des Weserhafens leise plätschern, hat sich eine IT-Firma niedergelassen, die es faustdick hinter den Ohren hat. Die Rede ist von 12 Systems, die im ersten Stock eines ehemaligen Bunkers im Woltmershausener Hafengebiet ein hochmodernes Rechenzentrum betreiben. Ja, richtig gehört – ein Bunker! Wer hätte gedacht, dass dieser Ort, der einst als Schutzraum diente, jetzt die digitale Sicherheit von rund 150 Unternehmen gewährleistet? Hier werden Serverdaten vor sämtlichen Risiken wie Flut und Cyberangriffen bewahrt, und das mit Bravour.
Das Besondere: Die Daten bleiben in Bremen, das ist ein absolutes Muss für die Firma. Sie bieten nicht nur Outsourcing für IT-Infrastruktur an, sondern auch eine erstklassige Datensicherung. Die virtuelle Kopie der Produktivdaten wird nicht nur in den eigenen Büros gespeichert, sondern auch offline auf Magnetbändern gesichert. Man könnte sagen, hier wird Sicherheit großgeschrieben. Zwei Kopien der Daten innerhalb von 24 Stunden – das ist schon eine Ansage! Und während traditionelle Laptop-Verbindungen oft im Schneckentempo unterwegs sind, geht’s hier mit 100-Gigabit-Verbindungen ordentlich zur Sache.
Sicherheit im Bunker
Im gleichen Atemzug ist auch die SIEVERS-GROUP nicht zu vergessen. Sie haben erst kürzlich, am 26. Juni 2025, den Betrieb in einem ehemaligen Atomschutzbunker aufgenommen. Ein Bunker, der 1944 erbaut wurde und nun mit seinen zwei Meter starken Stahlbetonwänden als hochsicheres Rechenzentrum dient. Umbauten nach DIN EN 50600 Klasse 4 und TIA942 Data Center Standard haben das Gebäude zum Schutzschild gegen digitale und physische Angriffe umfunktioniert. Hier wird nicht nur auf Cyberkriminalität geachtet, sondern auch auf Hochwasser, Erdbeben und sogar Blitzschlag – da kann man wirklich nicht vorsichtig genug sein!
Der Betreiber, die ColocationIX GmbH, hat ein Sicherheitskonzept entwickelt, das mehrstufige Zutrittskontrollen, Schleusen und ein ausgeklügeltes Brandschutzkonzept umfasst. Die bestehenden Kunden, darunter Unternehmen aus der Finanz-, Handels-, Dienstleistungs- und Logistikbranche, haben hohe Anforderungen an Datenschutz und Ausfallsicherheit. Und das ist in der heutigen Zeit mehr als nur ein Trend. Die IT-Dienstleistungen müssen jederzeit abrufbar sein, denn Ausfälle können fatale Folgen haben.
Die Zukunft der Rechenzentren
Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat klargestellt, dass die Abhängigkeit der Gesellschaft von stabilen IT-Strukturen immer weiter zunimmt. Cloud Computing, das Internet der Dinge und mobiles Arbeiten sind nur einige Stichworte, die uns zeigen, wie wichtig eine hohe Verfügbarkeit der Rechenzentren ist. Die Anforderungen an diese technischen Schalt- und Speicherstellen haben sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert. Die Verfügbarkeit, wie sie im IT-Grundschutz definiert ist, wird für Unternehmen zur Lebensader.
Fehlertoleranz, Redundanz und Automatisierung sind die Grundprinzipien, um die Verfügbarkeit zu steigern. Denn eines ist sicher: In einer Welt, die zunehmend auf digitale Lösungen setzt, müssen wir uns darauf verlassen können, dass unsere Daten nicht nur sicher, sondern auch jederzeit verfügbar sind. Und genau hier kommen Unternehmen wie 12 Systems und die SIEVERS-GROUP ins Spiel. Mit ihren innovativen Lösungen sind sie nicht nur für die Gegenwart gut aufgestellt, sondern auch bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet.
Es bleibt spannend, wie sich die Landschaft der Rechenzentren weiterentwickeln wird – in Bremen und darüber hinaus.
