In Walle tut sich was – zumindest im Bereich der Radwege! Die Radpremiumroute zwischen Farge und Mahndorf, die seit 2018 im Bau ist, lässt noch auf sich warten. Von den geplanten 44 Kilometern sind bisher lediglich sieben fertiggestellt. Das ist schon ein bisschen frustrierend, wenn man bedenkt, dass bis jetzt rund 9 Millionen Euro in das Projekt geflossen sind. Der Bremer Senat hat kürzlich sogar 5,2 Millionen Euro für den Ausbau ab Walle und 1,15 Millionen Euro für den Knotenpunkt D.20a freigegeben. Das klingt alles nach einem richtigen Kraftakt, aber warum dauert das so lange? Eine komplexe Planung, breite Strecken und viele Beteiligte sind die Hauptverursacher der Verzögerungen. Aber keine Sorge, wenn das Zielnetz erst einmal steht, soll es künftig schneller vorangehen.

Übrigens, für alle, die wissen wollen, wie es um den Fortschritt der Radwege steht, gibt es auf radregionbremen.de eine interaktive Karte. Dort kann man sehen, wo schon gebaut wurde und wo noch nicht. Auch die Premiumroute 1 zwischen Bremen-Nord und Achim wird ausgebaut. Diese Strecke verläuft durch dicht besiedeltes Gebiet und hat hohe Qualitätsansprüche zu erfüllen. Das ist auch der Grund, warum die Pläne für eine neue Fahrradbrücke zwischen Neustadt und Tiefer vorerst auf Eis liegen – die Hauptbrücken müssen erst saniert werden.

Aktuelle Bauprojekte und Herausforderungen

Die Umbaumaßnahmen am Osterdeich, die in voller Fahrt sind, sorgen derzeit für eine gewisse Unruhe im Verkehr. Hier sind Maßnahmen zur Verbesserung in Planung, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Ab dem 15. April 2024 wird am Osterdeich eine Baumaßnahme zur Anpassung des Verkehrsraums an Premiumstandards beginnen. Diese wird voraussichtlich sechs Monate dauern. Die einzelnen Bauabschnitte der Radpremiumroute D.15 sind auch schon festgelegt. Zum Beispiel zwischen der Theatergarage und Osterdeich Nr. 33 von April bis Juli 2024 und später der Abschnitt zwischen der Berliner Straße und der Lüneburger Straße, der von Juli bis August 2024 realisiert werden soll. Es geht also voran, auch wenn es ein bisschen dauert!

Im Sommer 2023 wurde bereits ein weiterer Abschnitt am Hastedter Osterdeich ausgebaut, und auch am Alten Postweg zwischen Quintschlag und An der Grenzpappel wurde ein Teilstück fertiggestellt. Wer hätte gedacht, dass das Radfahren in Bremen so spannend sein kann? Der Wallring ist ein weiteres Projekt, das mit 90 % vom Bundesministerium für Umwelt gefördert wird. Hier wurde am Altenwall eine vier Meter breite Protected Bike Lane fertiggestellt. Das Projekt hat Gesamtkosten von etwa 4,3 Millionen Euro. Und nicht zu vergessen, der Senat hat beschlossen, die Lange Reihe in Walle zur Fahrradstraße umzuwandeln. All diese Maßnahmen sind Teil der Premiumroute D.15, die von Bremen-Nord nach Mahndorf führt.

Der Umstieg auf das Rad – eine umweltfreundliche Lösung

Jetzt mal ganz ehrlich: Radfahren ist nicht nur gut für die eigene Fitness, sondern auch für die Umwelt. Radfahren verursacht keine schädlichen Klimagase, spart Platz und ist dazu noch geräuscharm. Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz das Ziel gesetzt, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 65 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Der Verkehr war 2023 für über 22 % der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Wenn mehr Menschen auf das Rad umsteigen, wird das eine echte Entlastung für unseren Planeten. Laut dem Umweltbundesamt können durch Rad- und Fußverkehr rund 166 g Treibhausgas-Emissionen pro Personenkilometer im Vergleich zum Auto eingespart werden. Das ist schon eine ganze Menge! Wenn jemand täglich 5 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit pendelt, kann er jährlich etwa 365 kg CO2-Emissionen einsparen. Einfach nur geil, oder?

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Und die Zahl spricht für sich: In Deutschland werden täglich 257 Millionen Wege zurückgelegt, was über 3,2 Milliarden Personenkilometern entspricht. Dabei entfallen 11 % der Wege und 3 % der Personenkilometer auf das Rad. Das zeigt, dass ein großes Umstiegspotenzial vorhanden ist – besonders bei den vielen Autofahrten, die kürzer als 5 Kilometer sind. Die CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen sind im Kurzstreckenbetrieb besonders hoch. Und dabei gibt es so viele Vorteile des Radfahrens: weniger Luftschadstoffe, weniger Lärm und ein deutlich geringerer Flächenverbrauch. Auf einem Autoparkplatz finden locker acht Fahrräder Platz! Und das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit der Menschen.