Grüne Träume werden Wirklichkeit: Die Freisprechung der Gärtner-Nachwuchskräfte in Niedersachsen und Bremen
Im Sommer 2026 war es endlich so weit: In Niedersachsen und Bremen fanden die Freisprechungsfeiern für den Gärtner-Nachwuchs statt. Rund 330 junge Fachkräfte, die allesamt mit Herzblut und Leidenschaft in ihre Ausbildung investiert hatten, feierten stolz ihren Abschluss in verschiedenen grünen Berufen. Organisiert von VGL Niedersachsen-Bremen e.V., der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland, wurden die Feiern an sieben verschiedenen Standorten ausgerichtet. Von Bremen über Osnabrück bis hin nach Bad Zwischenahn – die Freude war überall spürbar!
Besonders hervorzuheben ist, dass die meisten Absolventen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sind. Aber auch die anderen Fachrichtungen wie Friedhofsgärtnerei, Gemüsebau, Zierpflanzenbau, Baumschulen, Gartenbau und Floristik waren gut vertreten und sorgten für einen bunten Mix. Am 24. Juni 2026 beispielsweise ehrte die botanika Bremen 37 Absolventen, darunter 22 Landschaftsgärtner. An anderen Standorten, wie in Hannover, wo am 30. Juni 86 Landschaftsgärtner feierlich verabschiedet wurden, wurde die Bedeutung dieser grünen Berufe von Ehrengästen aus Politik und Verbänden hervorgehoben.
Feierlichkeiten und Ehrungen
Die Freisprechungsfeiern sind jedes Jahr ein Highlight. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, die frisch gebackenen Landschaftsgärtnerinnen gebührend zu feiern, sondern markieren auch den Übergang in das Berufsleben. Bei einem gemeinsamen Umtrunk und einem feinen Buffet wird das Erreichte gefeiert, und besondere Leistungen werden mit Urkunden und Präsenten gewürdigt – eine Geste, die Anerkennung und Wertschätzung für die harte Arbeit der Absolventen zeigt. Komischerweise sind diese Feiern aber auch eine Art Familientreffen für viele, denn oft kommen Angehörige und Freunde, um den großen Tag zu teilen. Musik und die Zusammenarbeit mit Floristinnen und Produktionsgärtnerinnen sorgen für eine festliche Stimmung.
Die Abschlussprüfung selbst ist kein Zuckerschlecken – sie umfasst sowohl ein gärtnerisches Gesamtprojekt als auch schriftliche und mündliche Prüfungsteile. Es ist beeindruckend zu hören, dass die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau die größte Gruppe von Absolventen ausmacht, mit etwa 80 % der Gärtner-Auszubildenden! Und das Beste: Arbeitslosigkeit unter Landschaftsgärtnern? Praktisch nicht vorhanden! Die Nachfrage nach diesen Fachkräften ist enorm, und viele Absolventen können sich auf spannende Perspektiven freuen – sei es mit Weiterbildungen zum Meister, Techniker oder einem fachbezogenen Studium.
Beratungsangebote und Unterstützung
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen steht den neuen Fachkräften mit zahlreichen Angeboten zur Seite. Aktuelle Ausbildungsvergütungen, die Möglichkeit, Zweitschriften von Prüfungszeugnissen zu beantragen, und Ansprechpartner für all ihre Fragen sind nur einige der Unterstützungsangebote. Wer sich noch unsicher ist, findet in den Beratungen auch Tipps für Ausbilder zu Themen wie Vertrauen und Kommunikationsprobleme – sehr wichtig, wenn man bedenkt, dass die Ausbildung ja nicht nur aus Theorie besteht.
In einer Zeit, in der nachhaltige Wirtschaftsweisen und ökologischer Landbau immer mehr in den Fokus rücken, ist es erfreulich zu sehen, dass die Ausbildung im Gartenbau in Niedersachsen und Bremen weiter gefördert wird. Auch die Seminarreihe „Nachhaltige Wirtschaftsweisen und Ökologischer Landbau“ wird 2026 fortgesetzt und bietet jungen Gärtnerinnen die Möglichkeit, sich weiterzubilden und ihre Kenntnisse zu vertiefen.
Egal, wie man es dreht und wendet – die Zukunft sieht für die neuen Landschaftsgärtner*innen rosig aus. Und wer weiß, vielleicht stehen wir in ein paar Jahren wieder hier und feiern die nächsten Absolventen, die mit frischen Ideen und viel Elan in die grüne Branche starten.
