Die Entwicklung des Balgequartiers in der Bremer Innenstadt nimmt immer konkretere Formen an. Im Herzen der Stadt, direkt am Marktplatz, schreiten die Arbeiten im Kontorhaus zügig voran. Ein Highlight des neuen Gastronomieangebots wird das orientalische Restaurant „bona’me“ sein, dessen Innenausbau nach der Flächenübergabe durch Geschäftsführer Hüseyin Dogan angekündigt wurde. Die Vorfreude auf das neue Restaurant, das im Erdgeschoss sowie Teilen des ersten Obergeschosses mehr als 730 Quadratmeter Fläche einnehmen wird, ist bereits spürbar. Mit einer geplanten Außenterrasse unter den Arkaden, die Platz für bis zu 300 Gäste bietet, wird „bona’me“ ein neuer Anlaufpunkt für Bremer und Touristen gleichermaßen.
Das Restaurant, dessen Name im Kurdischen „unser Haus“ bedeutet, verspricht, die Innenstadt mit einer vielfältigen orientalischen Küche in einem urbanen Ambiente zu beleben. Die Familie Dogan, die auch in Städten wie Hannover und Hamburg erfolgreich gastronomisch tätig ist, betreibt insgesamt zehn Restaurants in Deutschland. Seit der Gründung der Restaurantkette im Jahr 2009 in Köln hat sich die Belegschaft auf fast 400 Mitarbeiter erhöht. Neben dem Restaurant wird auch eine Bar namens „The Grand Arcade“ an der Ecke der Langenstraße Teil des neuen Gastronomiekonzepts sein. Die Eröffnung des „bona’me“ ist für Ende September geplant, und die Erwartungen sind hoch.
Ein neues Kapitel für die Bremer Gastronomie
Die Verbindung von Gastronomie und Stadtentwicklung ist ein zentrales Thema in Bremen und darüber hinaus. Gastronomische Einrichtungen sind nicht nur Orte des Genusses, sondern auch soziale Treffpunkte, die zur Attraktivität von Innenstädten beitragen. Die Bedeutung der Gastronomie als Wirtschaftsfaktor ist unbestritten, insbesondere in Zeiten, in denen viele Unternehmen Herausforderungen gegenüberstehen. Der Rückzug mancher Gastronomiebetriebe und die gesteigerte Verbreitung von Systemgastronomie sind Entwicklungen, die in den letzten Jahren verstärkt zu beobachten sind.
Die COVID-19-Pandemie hat diesen Strukturwandel beschleunigt und die Gastronomiebranche vor neue Herausforderungen gestellt. Lokale Politik und Wirtschaftsförderungen haben daher Maßnahmen zur Unterstützung der Gastronomie entwickelt. Gastronomen sind gefordert, ihre Strategien anzupassen und innovative Konzepte wie Ghost Kitchens zu entwickeln. Diese Veränderungen bieten neue Chancen und erweitern das kulinarische Angebot in unseren Innenstädten. Die Gastronomie spielt eine entscheidende Rolle für die Lebensqualität und Attraktivität von Städten, und das Engagement der Stadtplaner sowie der Entscheidungsträger wird zunehmend wichtiger.
Die Zukunft der Innenstadt: Gastronomie als Motor
Die Gestaltung zukunftsfester Innenstädte erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadtplanern, Einzelhändlern und Bürgern. Innovative Konzepte sind gefragt, um eine lebendige Mischung aus Handel, Gastronomie und Kultur zu schaffen. Das Balgequartier mit dem Restaurant „bona’me“ und den geplanten Stadtmusikanten- und Literaturhaus wird sicherlich einen wertvollen Beitrag zur Belebung der Bremer Innenstadt leisten. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieses neue gastronomische Angebot auf die Stadtentwicklung auswirken wird, doch die Zeichen stehen gut für eine aufblühende Gastronomieszene in Bremen.