Heute ist der 31.05.2026 und während wir in Bremen über die aktuelle wirtschaftliche Lage unserer Stadt nachdenken, blicken wir auf die Beteiligungen, die Bremen an verschiedenen Unternehmen hält. Es ist schon ein bisschen wie ein bunter Strauß, den wir hier in der Hansestadt haben: viele Blüten, aber auch die eine oder andere Dornenrose. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Zuwendungen Bremens an seine Beteiligungen im Jahr 2024 bei knapp 266 Millionen Euro lagen, während Rückführungen aus diesen Beteiligungen an den Haushalt 38,9 Millionen Euro betrugen. Ein bisschen wie ein ewiger Kreislauf, der uns zum Nachdenken anregt.
Ein paar der bemerkenswertesten Beteiligungen sind die M3B GmbH, die den Großmarkt Bremen, den Bremer Ratskeller und die ÖVB-Arena betreibt. Gegründet im Jahr 2018, hat sie für 2025 einen Umsatz von 32,8 Millionen Euro, kämpft aber mit einem strukturellen Defizit von jährlich 2 Millionen Euro. Ein bisschen wie ein gutes Restaurant, das immer wieder in den roten Zahlen steckt, obwohl die Gäste es lieben. Um es über Wasser zu halten, erhielt die M3B im Jahr 2024 und 2025 eine Förderung von 10,7 Millionen Euro.
Die großen Player
Die BLG Logistics Group ist ein weiterer Gigant in Bremens Portfolio, eine Managementholding, die 2024 einen Umsatz von 1,22 Milliarden Euro erwirtschaftete, allerdings ist der Ertrag vor Steuern (EBT) auf 91,8 Millionen Euro gesunken. Im nächsten Jahr wurde der Umsatz auf 1,2 Milliarden Euro und das EBT auf 77,4 Millionen Euro reduziert. Bremen hält hier die 100 Prozent der BLG AG, was eine Rückführung von 23,4 Millionen Euro im Jahr 2024 bedeutet. Ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt, nicht wahr?
Dann haben wir auch Bremenports, die Hafenmanagementgesellschaft, die für 2024 einen Umsatz von 38,1 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von 970.000 Euro vorweisen kann. Immerhin werden hier über 61 Millionen Tonnen umgeschlagen – das ist eine ganze Menge! Und das Beste: Bremen hält auch hier 100 Prozent der Anteile. Aber keine Rückführung? Das ist schon ein bisschen ungewöhnlich.
Wenn wir nach oben in die Lüfte schauen, begegnen wir dem Flughafen Bremen, der 2024 einen Umsatz von 45,4 Millionen Euro erwirtschaftete, aber leider einen Jahresfehlbetrag von 2,8 Millionen Euro verzeichnen musste. Mit 1,89 Millionen Passagieren im Jahr 2024, die bis 2025 auf 1,99 Millionen steigen sollen, wäre es schade, wenn der Flughafen nicht besser abschneidet. Hier hält Bremen auch 100 Prozent der Flughafen Bremen GmbH, und die Zuwendungen betrugen 8 Millionen Euro.
Die Herausforderungen im Nahverkehr
Ein weiteres großes Thema ist die BSAG, unser Nahverkehrsunternehmen, das mit einem Umsatz von 144 Millionen Euro zwar ordentlich dasteht, aber einen Verlustausgleich von 115 Millionen Euro benötigt. Das ist schon eine Herausforderung, zumal 108 Millionen Fahrgäste im Jahr 2024 befördert wurden. Auch hier hat Bremen 100 Prozent über die BVBG in der Hand, die Zuwendungen lagen bei 84,3 Millionen Euro. Man fragt sich, wo die Probleme liegen…
Die Bremer Aufbau-Bank (BAB) macht es besser: Sie hat eine Bilanzsumme von 1,29 Milliarden Euro mit einem Jahresüberschuss von 2,37 Millionen Euro. Auch hier hält Bremen die 100 Prozent, und eine Rückführung von 2,9 Millionen Euro im Jahr 2024 ist schon mal ein kleiner Lichtblick.
In Bremerhaven geht es ebenfalls munter zu – die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft hat 2024 einen Umsatz von 34 Millionen Euro erzielt, mit einem operativen Gewinn von 760.000 Euro. Bremen hält auch hier 100 Prozent der Anteile. Das klingt fast schon nach einem kleinen Erfolg, oder?
Und wie schaut es mit dem Weserstadion aus? Die Weser-Stadion GmbH, die das Stadion betreibt, hat einen Umsatz von 15,3 Millionen Euro für die Saison 2023/24 und einen Jahresüberschuss von 32.000 Euro erzielt. Bremen hält hier 50 Prozent, aber keine direkte Zuschusszahlung – das ist ein interessanter Aspekt! Wenn wir dann noch auf den Klinikverbund Gesundheit Nord schauen, der mit einem Umsatz von 789 Millionen Euro, aber einem Jahresfehlbetrag von 39,9 Millionen Euro dasteht, wird es wieder komplizierter. Die Zuwendungen für 2024 betrugen 52,6 Millionen Euro, und Bremen hält auch hier 100 Prozent.
Zu guter Letzt haben wir die Gewoba, die größte Wohnungsbaugesellschaft in Bremen, die für 2025 einen Jahresüberschuss von 31,6 Millionen Euro erwartet. Bremen hält hier 75,1 Prozent über die Hawobeg, ohne Zuwendungen aus dem Landeshaushalt – das ist schon ein bisschen bemerkenswert.
Die wirtschaftliche Lage der Beteiligungen Bremens ist ein spannendes Thema, das uns alle betrifft. Die Zahlen sprechen für sich, aber hinter jeder Zahl stecken Menschen, Projekte und Hoffnungen. Während wir auf die Zukunft schauen, bleibt zu hoffen, dass die Stadt Bremen die richtigen Entscheidungen trifft, um das wirtschaftliche Gleichgewicht zu halten und neue Chancen zu nutzen. Ein bisschen wie beim Fußball: Immer schön am Ball bleiben!
