Heute ist der 25.04.2026 und in Bremen, insbesondere in den Beiräten Mitte und Östliche Vorstadt, ist die Nachfrage nach Globalmitteln hoch. Die Ortsamtsleiterin Astrid-Verena Dietze berichtet von einer Vielzahl an Anträgen, die jedoch aufgrund eines begrenzten Budgets nicht alle bewilligt werden können. Dies wirft ein Licht auf die angespannte finanzielle Lage, in der sich viele Projekte und Initiativen befinden.

Ein besonders lobenswertes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement ist die Anwohnerinitiative für den Stadtpark Ostertor. Hier wurden Fördermittel beantragt und teilweise bewilligt, um diesen ehemaligen Brachland zu einem lebendigen Treffpunkt für Kinder und Familien zu entwickeln. So konnte der Trägerverein Stadtpark Ostertor, der 1986 mit Hilfe des Kulturzentrums Lagerhaus gegründet wurde, bereits viel bewirken. Doch die Sandkiste und die Spielgeräte im Park bedürfen dringend einer Erneuerung.

Vielfältige Projekte profitieren von Globalmitteln

Die Initiative „Spielräume schaffen“ trägt bereits 10.000 Euro zur Erneuerung der Spielgeräte bei und hat 4.000 Euro Globalmittel beantragt, von denen 1.700 Euro bereits bewilligt wurden. Weitere Projekte, die von Globalmitteln profitierten, umfassen das „Zirkusviertel Bremen“, das eine Aktion für Kinder in den Wallanlagen plant und dafür 800 Euro von Mitte erhält, sowie „Köfte Kosher“, das 1.030 Euro für mobile Kinderbuchlesungen beantragt hat, wobei 500 Euro bewilligt wurden.

Die Grundschule Lessingstraße und das Kindermuseum Kek sind ebenfalls unter den geförderten Einrichtungen. Während die Grundschule 1.500 Euro für ein Wandmal-Projekt beantragt hat, wurden dem Kindermuseum 1.500 Euro von der Östlichen Vorstadt und 1.000 Euro von Mitte für die Mitmachausstellung Punkt 2026 bewilligt. Auch das Projekt „Ischa barrierefrei“, das Rollstuhlrampen und Toiletten beantragt hat, erhielt 1.200 Euro von der Östlichen Vorstadt und 800 Euro von Mitte.

Hintergrund zu Globalmitteln

Globalmittel sind Gelder, die den Beiräten durch Beschlussfassung der Bürgerschaft zur Verfügung stehen und jährlich neu beschlossen werden. Ihre Verteilung erfolgt nach Einwohnerzahl, Straßenkilometern und weiteren Stadtteilindikatoren. Diese Mittel sind für orts- und stadtteilbezogene Maßnahmen gedacht, wobei die Beiräte eigenverantwortlich über die Verwendung entscheiden.

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Für die Beantragung ist es wichtig, dass die Projekte im laufenden Haushaltsjahr vollständig finanziert sind. Die Antragsteller müssen zwei Kostenvoranschläge von Fachfirmen einreichen, die den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Trotz der strengen Vorgaben sind die Globalmittel eine wertvolle Unterstützung für soziale Teilhabe, Integration, Kultur und Bildung in Bremen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Globalmittel eine essentielle Rolle im sozialen und kulturellen Leben der Stadt spielen. Doch die finanzielle Knappheit bedeutet, dass nicht alle Projekte gefördert werden können. Umso wichtiger ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger weiterhin aktiv Anträge stellen und sich für ihre Stadt einsetzen.