Die Bremer Gastro-Szene hat seit Montag einen neuen, aufregenden Akteur: die erste Filiale der Berliner Schnellrestaurant-Kette Schnitzery im Lloydhof. Die Eröffnung war allerdings alles andere als glatt – Lüftungsprobleme und ein verzögerter Einlass sorgten für einen ziemlich holprigen Start. Wer dachte, die Bremer würden sich von ein bisschen Regen abschrecken lassen, lag falsch! Trotz der nassen Witterung bildete sich eine kleine Schlange vor dem neuen Hotspot, was schon mal für gute Stimmung sorgte.

Die Filiale ist von Montag bis Sonntag von 11 bis 24 Uhr geöffnet und bietet Schnitzel in verschiedenen Variationen an. Das Besondere? Die Schnitzel kommen nicht klassisch auf einem Teller daher, sondern werden in bunten Bowls serviert. Diese sind in zwei Größen erhältlich: Die kleine Portion startet bei 12,90 Euro, während die große für 17,90 Euro über die Ladentheke geht. Zu den Highlights zählt der Bestseller, eine köstliche Kombination aus Macaroni n’ Cheese, Schnitzel, Knoblauch, Krautsalat und Röstzwiebeln. Für alle, die es etwas handlicher mögen, gibt es auch „Schwraps“ und Schnitzel-Burger im Brioche-Brötchen – voll im Trend!

Der bewusste Verzicht auf Werbung

Filialleiter Hakan Özdogan, der für fünf der fast 40 Schnitzery-Standorte verantwortlich ist, hat sich bewusst gegen Werbung entschieden. Damit möchte er einen großen Andrang vermeiden, wie es vor eineinhalb Jahren bei der Eröffnung der ersten Hamburger Filiale der Fall war, als die Polizei eingreifen musste. In Bremen verlief der Start ruhiger und entspannter – was im Sinne der Betreiber war. Und das Publikum wird nicht enttäuscht: Vegane Optionen sind ebenfalls im Angebot, um den unterschiedlichen Geschmäckern gerecht zu werden.

Die Planung für die Bremer Filiale zog sich über sechs Monate hin, und die Vorfreude war entsprechend groß. Auch wenn der erste Bestellbetrieb erst gegen 14:30 Uhr aufgenommen werden konnte, lässt sich sagen, dass die Geduld der Gäste belohnt wurde. Mit jeder Bowl und jedem Burger, der über die Theke ging, stieg die Vorfreude auf die zukünftige Entwicklung von Schnitzery in Bremen. Vielleicht gibt es bald einen weiteren Standort in Bremen-Burg? Das bleibt abzuwarten.

Schnellrestaurants im Aufwind

Die Eröffnung der Schnitzery-Filiale fällt in eine Zeit, in der die Schnellrestaurant-Branche in Deutschland auf Wachstumskurs ist. Laut aktuellen Statistiken besuchten im Jahr 2022 im Schnitt vier Millionen Gäste täglich Ketten wie McDonald’s oder Starbucks. Der Umsatz der Schnellrestaurants wuchs auf stolze 28 Milliarden Euro, was 37 Prozent der gesamten Außerhausgastronomie ausmacht. Besonders bei jungen Leuten zwischen 16 und 24 Jahren sind diese Konzepte beliebt. Tatsächlich holt sich über die Hälfte der Gäste ihr Essen selbst ab – Take away ist also voll im Trend.

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Für Schnitzery könnte dies ein vielversprechendes Zeichen sein. Immerhin wurde das Unternehmen erst 2023 in Berlin gegründet und hat bereits fast 40 Filialen deutschlandweit, sogar in Dubai! Es bleibt spannend, wie sich die Bremer Filiale entwickeln wird und ob sie den gleichen Erfolg wie die anderen Standorte feiern kann. Ein Blick auf die Gastronomie-Landschaft zeigt, dass die Nachfrage nach schnellen, schmackhaften und unkomplizierten Essensoptionen weiterhin hoch ist. Und die Schnitzery könnte genau in dieses Muster passen.